Was wir für wahr gehalten haben
Was wir für wahr gehalten haben
| Artikelnummer | 332490 |
|---|---|
| ISBN/EAN | 9783963624902 |
| Verlag | Francke-Buch GmbH |
| Erscheinungsdatum | 01.06.2025 |
| Autor | Michelle Shocklee |
| Seiten | 384 |
| Einbandart | Paperback |
| Format | H 20,5 cm/B 13,5 cm |
Produktinformationen "Was wir für wahr gehalten haben"
Tennessee, 1969: Seit dem Tod ihres Zwillingsbruders Mark ist Mattie Taylor auf der Flucht – vor ihrem Zuhause, ihrer Familie und dem Schmerz, der sie nicht loslässt. Doch als sie erfährt, dass ihre Mutter im Sterben liegt, kehrt sie widerstrebend nach Hause zurück. Dort erwartet sie nicht nur eine angespannte Atmosphäre, sondern auch eine geheimnisvolle Truhe voller Briefe aus der Vergangenheit. Wer war Gunther Schneider und warum scheinen die alten Briefe Matties eigenes Leben auf den Kopf zu stellen?
Tennessee, 1942: Ava Delaney hat alles verloren – ihren Ehemann, ihre Zukunftspläne, ihre Hoffnung. Um nicht an ihrer Trauer zu zerbrechen, nimmt sie eine Stelle in einem Internierungslager an. Dort begegnet sie Gunther, einem Medizinstudenten, der nur wegen seiner deutschen Herkunft als Feind gilt. Je mehr Ava ihn kennenlernt, desto stärker zweifelt sie an den Wahrheiten, die ihr beigebracht wurden – und steht bald vor einer Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändert.
| Artikelnummer | 332490 |
|---|---|
| ISBN/EAN | 9783963624902 |
| Verlag | Francke-Buch GmbH |
| Erscheinungsdatum | 01.06.2025 |
| Autor: | Michelle Shocklee |
| Seiten | 384 |
| Einbandart | Paperback |
| Format | H 20,5 cm/B 13,5 cm |
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8 Bewertungen
23. Juli 2025 11:50
Im Gesamten ist es ein interessanter historischer Roman, der eine tolle Familiengeschichte voller Liebe, Tod, Rätsel, Vertrauen & Vergebung erzählt.
Es werden zwei Zeitsränge erzählt, um eine besondere Familiengeschichte zu erzählen.
Im Jahre 1942 lernt die junge Witwe Ava Delaney in einem US-Militär-Camp den Internierten deutschen Gunther Schneider kennen. Er ist eigentlich Medizinstudent, aber aufgrund seiner deutschen Wurzeln nun in dem Internierungslager, wo er im Krankenhauskomplex aushelfen darf. Ava und Gunther schließen Freundschaft, und lernen über gesellschaftliche Grenzen hinwegzusehen, und auf das Menschliche hinzusehen. Aber hat Ava mit einem deutschen Internierten eine Zukunft?
Der zweite Erzählstrang findet im Jahre 1969 statt, als Mattie Taylor über den Tod ihres Zwillingsbruders trauert, der im Vietnam ums Leben gekommen ist. Nach der Beerdigung hatte sie ihre Familie Hals üer Kopf verlassen, um in Kalifornien mit Drogen und freier Liebe über ihren Schmerz hinwegzukommen. Doch als ihre Mutter im Sterben liegt, kehrt sie widertrebend und besorgt zurück nach Hause. Mattie muss sich nun dem Abschied eines zweiten engen Familienmtgliedes stellen. Erschwert wird dies, als sie eine Kiste mit alten Liebesbriefen entdeckt, und das in ihr lauter Fragen hervorruft.
Das Buch baut eine konstante Spannung rund um Gunther Schneider und die Liebesbriefe auf, wobei erst auf den letzten Seiten das Familiengeheimnis vollständig gelüftet wird. Die Familie Taylor kann sich am Ende Aussprechen, und gelangt so zu Frieden und Heilung. Außerdem finde ich es positiv, dass Mattie trotz ihrer vielen Fragen/Kritik Gott gegenüber, bereit ist die Bibel zu lesen und sich somit Gott zu stellen. Außerdem ist es spannend, den zweiten Weltkrieg bzw. kalten Krieg aus Sicht der Amerikaner zu lesen. Durch die zwei Erzählstränge wurde die Geschichte aus verschiedenen Sichten beschrieben, und macht die Geschichte unterhaltsam.
Teilweise fiel es schwer sich in die Rolle der jeweiligen Protagonisten zu versetzen, weil jedes Kapitel in einer anderen Zeit stattfand. Etwas schade fand ich, dass Gunther beschreibt, wie ihn allein die Liebe zu Ava durch die schweren Tage getragen hat, und nicht der Glaube an Gott allein.
Fazit:
Im Gesamten ist es ein interessanter historischer Roman, der eine tolle Familiengeschichte voller Liebe, Tod, Rätsel, Vertrauen & Vergebung erzählt.
Zielgruppe:
Jede Person, die an historischen Romanen interessiert ist, und sich nicht davor scheut über das Thema Krieg & Veteranen zu lesen.
9. Juli 2025 18:23
Ein Familiengeheimnis wird gelüftet
Michelles Shoklees Buch „Was wir für wahr gehalten haben“ hat mich gleich auf den ersten Seiten gefesselt und in den Bann gezogen. Bereits der Titel klingt sehr geheimnisvoll.
Dieses Buch spricht in zwei Erzählsträngen, die Geschichte zweier Frauen. Der Leser erfährt erst recht spät, in welchem Zusammenhang beide Geschichten stehen.
Mit Ihrem packenden Schreibstil und den beiden Erzählsträngen gelingt es der Autorin eine bewegende Familiengeschichte voller Geheimnisse zu erzählen. Immer wieder wechselt sie zwischen den Jahren und der Handlung der einzelnen Protagonisten hin und her.
Der Leser lernt zunächst Mattie kennen. Mattie kehrt im Jahr 1969 in ihr Elternhaus zurück, weil ihre Mutter schwer erkrankt ist. Einige Zeit zuvor war Mattie von zu Hause geflohen – Grund war ihre tiefe Trauer und damit verbunden eine Wut über ihre Eltern und besonders ihren Vater.
Ava und Gunther leben im Jahr 1941 – sie, als eine junge Witwe, die ihren Mann durch den japanischen Angriff auf Pearl Harbor verloren hat und ihn, Gunther, als deutschen Medizinstudenten, der auf Wunsch seiner Mutter in den Staaten studiert.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Auch wenn der christliche Aspekt nur sehr dezent ist, so wird doch deutlich, dass Vergebung ein wichtiges Thema für uns Menschen ist und dass es nichts bringt unangenehme Themen zu verschweigen. In dieser Familiengeschichte wird auch aufgezeigt, wie unterschiedlich jeder mit Trauer umgeht.
Dieser ergreifende Roman ist für alle geeignet, die nicht nur von Geschichten über Liebe, Familie, Geheimnisse und Vergebung begeistert sind, sondern auch gerne gut recherchiertes Geschichtliches lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
9. Juli 2025 15:20
Ein Buch, zwei Geschichten, ein Familiengeheimnis
1969: Ein Jahr hat sich Mattie vor ihrer Familie und dem Schmerz über den Verlust ihres Bruders versteckt. Doch dann kam die Nachricht, dass ihre Mutter im Sterben liegt und sie nach Hause kommen soll. Aber wie kehrt man an den Ort zurück, den man eigentlich vergessen möchte? Wie tritt man seinen Eltern unter die Augen, mit denen man den Kontakt abgebrochen hat? Und wie geht man mit dem Kerl um, dem man eigentlich die Schuld am Tod des Bruders gibt und der bei ihren Eltern lebt und ihnen hilft? Warum nur gibt ihre Mutter ihr einige alte Briefe, die das Familiengeheimnis lüften sollen?
1941: Bei dem Angriff auf Pearl Harbor verliert die frisch verheiratete Ava ihren Ehemann. Sie lebt mit ihrer schwierigen Schwiegermutter auf dem Hof, um finanziell besser über die Runden zu kommen, geht sie aber wieder arbeiten. Sie lernt dort den Gunther kennen, ein deutscher Medizinstudent, der nur aufgrund seiner Herkunft festgenommen wurde. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft.
Von Anfang an konnte man sich denken, wie Ava und Mattie miteinander verbunden sind. Doch wo ist Gunther geblieben? Gibt es noch mehr Geheimnisse?
Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben und man kann dem Wechsel der Protagonisten und Zeiten mühelos folgen. Der Glaube und das Vertrauen an Gott ist sanft in die Geschichte miteingewoben.
7. Juli 2025 15:28
spannen, überraschend, erhellend
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Wir begleiten auf zwei Zeitebenen Ava, Gunther und Mattie. Zum einen haben wir Mattie, die gegen den Vietnamkrieg ist und sich in ihrer Einstellung besonders bestärkt sieht, nachdem ihr Zwillingsbruder nicht mehr aus diesem zurückkehrt. Ihre Eltern können oder wollen sie nicht verstehen, weshalb sie ihre Sachen packt und verschwindet. Ein Jahr später steht sie wieder auf der Farm ihrer Eltern und muss lernen, mit der beängstigenden Situation umzugehen. Geheimnisse um die Familie reißen ein großes Loch in das wacklige Gefüge, und lange ist es nicht klar, ob die Risse gekittet werden können.
Und zum anderen begleiten wir Ava. Sie arbeitet auf dem Militärgelände Camp Forrest als Sekretärin. Dort lernt sie den deutschen Internierten Gunther Schneider kennen. Während sie ihn und die Umstände hinter seiner Internierung kennenlernt, muss sie ihre Ansichten zu bestimmten Themen revidieren.
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Mattie: Sie ist in ihren Einsichten festgefahren, dickköpfig und stur, ihre Gefühle versucht sie zu betäuben, lügt sich selbst an. Wieder zu Hause beginnt ein interner wie externer Kampf mit den neuen Herausforderungen und gleichzeitig auch ein Heilungsprozess.
Ava: Sie ist gewissenhaft, hilfsbereit, unvoreingenommen und lässt sich gerne in ihrer Sichtweise korrigieren. Ihre Geduld gegenüber schwierigen Personen ist bewundernswert.
Gunther: Er ist klug, altruistisch und furchtlos. Er lässt sich nicht einschüchtern und ist bereit, für Recht und Wahrheit einzustehen. Sein Glaube trägt ihn durch manche Situation.
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✅ Einblick in die Geschichte Amerikas zu Zeiten zweier Kriege. Die Gewissenskonflikte, ethischen Fragen, Hippiekommunen, freie Liebe, Drogen etc. werden aufgezeigt.
✅ Protagonisten entwickeln sich alle weiter. Besonders Mattie legt einen wundervollen Wandel hin und schafft es am Ende, trotz ihrer Meinung, mit anderen zurechtzukommen, diese stehenzulassen und Hilfe zu leisten.
✅Christlicher und jüdischer Glaube sind eingebunden. Ava und Gunther leben vor, was es bedeutet, an Jesus festzuhalten, auch wenn die Zeiten hart sind.
✅ Die inneren Kämpfe werden nachvollziehbar dargelegt und haben mich so manches Mal zum Nachdenken gebracht.
✅Die drei Personen lernen im Laufe ihres Lebens, dass nicht alles, was einem als Wahrheit verkauft wird, die Wahrheit ist. Manche Ansichten stellen sich mit der Zeit als falsch heraus und es liegt an uns, diese zu justieren und zu korrigieren. Sie lernen gnädig zu sein, Vorurteile zu überwinden, ehrlich sich selbst gegenüber zu sein, Gefühle zuzugeben, Schuld einzugestehen, Geheimnisse offenzulegen, zu vergeben, neu zu vertrauen. Den Menschen und vor allem Gott, dass er immer weiß, was er tut und dass es gut so ist, auch wenn es uns schmerzt.
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Die Spannung bis zum Ende. Ich hatte verschiedene Momente, da war ich mir sicher, wie die Lage ist, und doch gab es unerwartete Wendungen und ich war am Ende überrascht.
Die kurze Erwähnung des Maxwell House Hotels aus dem Buch „Jede Nacht hat ihre Sterne“
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Die Geschichte hat mich tief berührt. Der Blick auf die Geschichte aus amerikanischen Augen fasziniert mich, da ich hier ja nur den deutschen Blickwinkel habe.
Diese Geschichte zeigt auf, dass es schon vor Jahrzehnten unterschiedliche Meinungen und Auffassungen zu bestimmten Themen gab. Doch auch wenn man politisch, ethisch oder spirituell auch nicht einer Meinung ist, ist es trotzdem möglich, in Frieden zusammenzuleben und Freundschaft zu pflegen.
Eine klare Leseempfehlung von mir, auch schon für jüngeres Lesepublikum, denn die Themen sind für uns alle wichtig, besonders in der heutigen Zeit, in der zwar Toleranz verlangt, jedoch nur sehr wenig gelebt wird.
3. Juli 2025 13:14
bewegender und spannender Roman, der mich sehr beeindruckt hat
Mit „Was wir für wahr gehalten haben“ hat Michelle Shocklee einen bewegenden und spannenden Roman geschrieben, der mich sehr beeindruckt hat.
Worum geht’s?
Tennessee, 1969:
Mattie Taylor trauert um ihren Zwillingsbruder Mark, der ums Leben gekommen ist. Der Schmerz über seinen Verlust treibt sie dazu, von zu Hause wegzulaufen und ein neues Leben zu beginnen. Doch als sie erfährt, dass ihre Mutter im Sterben liegt, kehrt sie zurück.
Dabei stößt sie auf eine alte Truhe, die ihre Mutter jahrelang gehütet hat – darin befinden sich Briefe aus der Vergangenheit. Mattie beginnt zu lesen … und schon bald tun sich Fragen auf:
Wer ist Gunther Schneider?
Wer ist Ava?
Und welches Geheimnis verbirgt sich hinter den Briefen?
Tennessee, 1942:
Ava Delaney hat ihren Ehemann im Krieg verloren und lebt nun mit ihrer Schwiegermutter zusammen, mit der das Zusammenleben alles andere als einfach ist. Um dem Schmerz zu entkommen, nimmt sie eine Stelle in einem Internierungslager an – dort begegnet sie Gunther, einem jungen Mann deutscher Herkunft, der als Feind gilt, obwohl er nichts verbrochen hat.
Ava beginnt, ihn näher kennenzulernen – und erkennt bald, dass nicht alles so ist, wie es scheint.
Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen – und das ist der Autorin wunderbar gelungen. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind klar strukturiert und sorgen für Spannung, ohne zu verwirren. Ich hatte jederzeit das Gefühl, einem roten Faden folgen zu können.
Die Themen des Buches – Vorurteile, Geheimnisse, Wahrheit, Liebe, Verlust, Vergebung und Glauben – sind feinfühlig und glaubwürdig miteinander verwoben. Es beeindruckt mich sehr, wie Michelle Shocklee es schafft, so viele tiefgründige Themen in einer Geschichte zu vereinen, ohne dass etwas zu kurz kommt.
Auch die Charaktere sind mit viel Tiefe und Empathie gezeichnet. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe ihre Geschichten mit Spannung und Mitgefühl verfolgt. Besonders wichtig wurde mir dabei die Botschaft, nicht vorschnell zu urteilen, denn man weiß nie, was jemand erlebt hat und warum er so ist, wie er ist.
„Was wir für wahr gehalten haben“ ist ein bewegender, historischer Roman mit emotionalem Tiefgang, starken Figuren und einer wichtigen Botschaft. Ich kann ihn aus ganzem Herzen empfehlen!
Eine 100%ige Leseempfehlung!
25. Juni 2025 18:27
spannend, emotional und mitreißend
Ab Seite eins bin in eine Welt voller Schmerz, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Wut und Unverständnis eingetaucht. Sofort wurde ich von der Geschichte mitgerissen und habe voller Spannung die Geschichte von Mattie, Ava und Gunther mitverfolgt.
Trotz der verschiedenen Zeitformen und verschiedenen Erzählperspektiven, kann man der Geschichte ohne Probleme folgen.
Die Geschichte hat mein Herz sehr berührt. Die Gefühle wurden so authentisch beschrieben und die Schwierigkeiten, mit denen die Protagonisten zu kämpfen hatten, fand ich sehr realistisch.
Besonders beeindruckend fand ich die persönliche Entwicklung von Mattie. Wie sie im Laufe der Geschichte angefangen hat mit ihrem Schmerz umzugehen, war sehr beeindruckend und inspirierend.
Michelle Shocklee hat einen sehr angenehmen und packenden Schreibstil, der einen ganz leicht durch die Seiten fliegen lässt.
Fazit: Emotional hat mich die Geschichte auf jeden Fall abgeholt. Eine ganz klare Leseempfehlung.
23. Juni 2025 19:39
Eine spannende Geschichte mit einem unerwarteten Ende!
Mattie – verletzt, wütend und auf der Suche
Nash – äußerlich verletzt, innerlich mega strak
Ava – beeindruckend und faszinierend
Gunther – geheimnisvoll und verzweifelt
Vier Personen, eine Geschichte??
Für mich ist es nach „Jede Nacht hat ihre Sterne“ das zweite Buch der Autorin und auch dieses Mal hat mir ihr Schreibstil sehr gefallen. Die Charaktere sind sehr authentisch und jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen.
Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was mir sehr gefallen hat, da es so spannend und abwechslungsreich ist und bleibt. Manchmal fiel es mir jedoch schwer, nach einer Lesepause wieder in die Geschichte einzutauchen, vor allem, da es zwei Lesestränge gibt.
Das Buch bezieht sich – als historischen Roman – natürlich auf viele geschichtliche Ereignisse. Für mich war der historische Aspekt manchmal sogar etwas zu groß und ich hätte gerne noch mehr über die Personen erfahren.
Am Ende wurde ein Thema, das in dem gesamten Buch immer wieder Raum einnimmt, nur sehr kurz beschrieben. Hier hätte ich mir mehr Antworten auf zuvor gestellte Fragen gewünscht und hätte auch gerne mehr über die Entstehung der jetzt veränderten Sichtweise gewusst.
In diesem Buch wird sehr deutlich, welch große Macht Vorurteile haben, aber auch, welch große Wirkung es hat, wenn man sich von Vorurteilen nicht abschrecken lässt, sondern sich die Mühe macht, sein Gegenüber wirklich kennenzulernen.
Michelle Shocklee gelingt hier eine schöne Geschichte, die sie in ein spannendes Buch mit unerwartetem Ende verpackt hat, ein Buch für alle, die es historisch mögen.
7. Juni 2025 14:52
sanft und warm mit einem Hauch Melancholie
Gänsehaut pur, viele Emotionen, Geheimnisse und zwei Erzählstränge, die lange keine Verbindung aufzeigen und dann doch perfekt miteinander vereint werden.
Gleich zu Anfang bin ich sofort in die Geschichte gerutscht und habe Mattie und Nash, sowie Ava und Gunther so gerne kennengelernt.
Mattie ist mit ihrer direkten Art, ihrem übersprudelnden Wesen, aber auch ihrer großen Wut und Trauer zu Beginn etwas eigenartig, doch dann habe ich sie ins Herz geschlossen.
Nash hat mir allerdings sofort gefallen, seine Ruhe und Gelassenheit sowie seine Kraft nach einem schweren Erlebnis das Leben wieder in Angriff zu nehmen fand ich stark.
Ava habe ich geliebt, sie ist eine Seele von Mensch, warmherzig, liebevoll, geduldig und mit dem Herzen am rechten Fleck. Sie sieht tiefer und sucht den Wert eines jeden Menschen.
Gunther war mir ebenfalls sofort sympathisch, seine Kraft und seine Stärke, die aus völliger Verzweiflung und Fassungslosigkeit gewachsen sind, haben mich fasziniert.
Dieses Buch spricht in zwei Erzählsträngen, die im Abstand von knapp dreißig Jahren spielen, von zwei eindringliche Geschichten, bei denen lange nicht klar ist, wie sie zusammengehören. Dadurch wirkt alles etwas geheimnisvoll und man taucht immer tiefer in die Geschehnisse ein. Ich muss sagen, dass mich dieser Roman auch in den Lesepausen beschäftigt hat und mich die Botschaft des Buches nachhaltig beeindruckt.
Hier gibt es Menschen, die über Vorurteile und alte Wunden hinweg anderen Menschen die Hand reichen, um einen Neuanfang zu wagen. Dabei neue Wege gehen, um Liebe zu empfangen und zu geben. Hier sind Menschen, die Träume aufgeben, um den Traum zu leben.
Das alles ist mit einer großen Sanftheit und Wärme sowie einem Hauch Melancholie erzählt, geht unter die Haut und weckt tiefe Emotionen.
Zum Ende hin habe ich Gänsehaut bekommen und Tränen in den Augen, denn ich war tief berührt.
Michelle Shocklee hat einen ergreifenden Roman geschrieben, der über Vergebung, Neuanfänge und tiefer Liebe spricht.
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