Was ist der Mensch?
Was ist der Mensch?
| Artikelnummer | 271651 |
|---|---|
| ISBN/EAN | 9783863536510 |
| Verlag | Christliche Verlagsgesellschaft |
| Erscheinungsdatum | 27.04.2020 |
| Autor | David Gooding, John Lennox |
| Seiten | 400 S. |
| Einbandart | Gb |
| Format | 15,5 x 22,7 cm |
Produktinformationen "Was ist der Mensch?"
Wie sollen wir unseren Weg finden in einer sich rasant verändernden Welt? Traditionelle Ideen und Werte werden radikal infrage gestellt. In dieser Buchreihe bieten David Gooding und John Lennox eine faire Analyse religiöser und philosophischer Versuche, die Wahrheit über die Welt und unseren Platz in ihr zu finden. Dabei hören sie auf die Bibel als Gottes Offenbarung, aber auch auf andere führende Stimmen unserer Zeit. Dabei wird deutlich: Es geht nicht nur darum, die großen Fragen des Lebens zu beantworten, sondern auch darum, bessere Fragen zu stellen als bisher. Die Buchreihe „Die Suche nach Wirklichkeit und Bedeutung“ stellt sich dieser Herausforderung. In diesem ersten Buch gehen die Autoren dem Wert des Menschen nach. Wie können wir unser menschliches Potenzial entfalten? Welche Grenzen gibt es für unsere Entscheidungen? Woran können wir uns orientieren? Dabei analysieren die Autoren das Wesen und die Grundlagen der Moral in den unterschiedlichen Weltanschauungen und weisen auf die Gefahren hin, die unsere Freiheit beschneiden.
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Rezension von Ron Kubsch auf evangelium21.net:
Kann die Philosophie der Zukunft noch Antworten auf die großen Fragen der Menschheit geben? Jürgen Habermas misstraut einer optimistischen Auskunft. Im Vorwort seiner 2019 erschienenen Genealogie des nachmetaphysischen Denkens befürchtet der inzwischen 90 Jahre alte Professor, dass die Philosophie „als Fach nur noch mit ihren begriffsanalytischen Fertigkeiten und als die Verwalterin ihrer eigenen Geschichte überlebt“. Die weitergehende Spezialisierung habe diese Wissenschaft wie andere auch ergriffen und so stehe sie in der Gefahr, „den holistischen Bezug auf unser Orientierungsbedürfnis“ preiszugeben.
Die Rückkehr der Weltanschauung
Eine ähnliche Sorge hat die beiden Autoren David Gooding und John Lennox dazu inspiriert, eine vierbändige Reihe zu verfassen, in der sie sich mit den ganz großen Fragen des Menschseins beschäftigen. Denn obwohl wir immer mehr wüssten, verlören wir grundlegende philosophische Prinzipien zunehmend aus den Augen (vgl. S. 24). Deshalb orientiert sich ihre Buchreihe an den berühmten kantschen Grundfragen: „Was kann ich wissen?“, „Was soll ich tun?“, „Was darf ich hoffen?“ und: „Was ist der Mensch?“.
Der erste Band mit dem Titel Was ist der Mensch? Würde, Möglichkeiten, Freiheit und Bestimmung ist 2020 in der Christlichen Verlagsgesellschaft Dillenburg in deutscher Sprache erschienen. Die anderen drei Bände sollen folgen.
Schon in der Einführung zur Reihe legen die Autoren ihre Denkvoraussetzungen offen. Sie sind keine Nach-Metaphysiker, sondern halten an dem Begriff der „Weltanschauung“ fest. Unter Weltanschauung verstehen sie das „Gesamtbild“, in das wir Menschen „alles andere einfügen“. „Sie ist die Brille, durch die wir blicken, um die Welt zu verstehen“ (S. 29). Wir – so die Autoren – stellen Fragen und das ist gut so. Wir wollen wissen, was hinter dem Universum liegt. Wir interessieren uns dafür, wie die Welt entstanden ist. Und wir brauchen die Beantwortung der Frage: Was ist der Mensch (vgl. S. 32–37)?
Wer sind die Autoren?
Gooding und Lennox hören auf mehrere Erkenntnisquellen, auf die Intuition, die Wissenschaft, die Philosophie, die Geschichte und die göttliche Selbstoffenbarung. Dass sie von den ersten vier Stimmen viel erwarten, liegt nahe. Beide Autoren haben erfolgreich in der Wissenschaft gearbeitet. Gooding, der 2019 im hohen Alter vom 93 verstorben ist, war Professor für alttestamentliches Griechisch an der Queen’s Universität in Belfast (Nordirland) und Mitglied der Royal Irish Academy. Was macht ein Professor für alttestamentliches Griechisch? Nun, er beschäftigt sich vor allem mit der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, der sogenannten Septuaginta (LXX).
John Lennox ist emeritierter Professor für Mathematik an der Universität von Oxford (England). Er hat sich als christlicher Apologet hervorgetan und durch seine Debatten mit den Neuen Atheisten Richard Dawkins und Christopher Hitchens größere Prominenz erlangt.3 Beide haben sich immer wieder explizit zum christlichen Glauben bekannt und studierten eingehend die Beziehung von Wissenschaft und Religion.
Der christliche Glaube ist rational
Das ist auch der Grund, weshalb sie die Stimme der göttlichen Selbstoffenbarung so betonen. Sie sind davon überzeugt, dass Gott sich uns Menschen durch seine Schöpfung offenbart und im Laufe der Jahrhunderte durch Propheten und besonders durch Jesus Christus gesprochen hat. Beide bekennen sich zu einem vernünftigen Gottesglauben. Dass das Christentum Rationalität beansprucht, erklären sie etwa mit dem Begriff „Logos“. Der Logos war am Anfang. Die Existenz des gesamten Universums lässt sich ihrer Meinung nach besser erklären, wenn vorausgesetzt wird, dass ein intelligenter Schöpfer existiert. Aus ihrer Sicht ist es wahr, was wir im Prolog des Johannesevangeliums lesen: „Am Anfang war das Wort – der Logos –, und der Logos war bei Gott, und der Logos war Gott […]. Alle Dinge sind durch ihn geschaffen“ (S. 47, vgl. Joh 1,1–2). Sie schreiben (S. 47):
„Der Begriff ‚Logos‘ steht sowohl für Rationalität als auch für die Ausdrucksform dieser Rationalität durch verständliche Kommunikation. Wenn diese rationale Intelligenz Gott ist und zugleich persönlich ist und wir Menschen unser Menschsein und unsere Intelligenz von ihm erhalten haben, dann ist es alles andere als absurd zu denken, dass der göttliche Logos mit uns auch kommuniziert. Denn das entspricht seinem eigenen Wesen und dem Ausdruck dieser Intelligenz, dass sie kommuniziert. Im Gegenteil, wenn man von vornherein die Möglichkeit einer göttlichen Offenbarung ausschließt und seine Ohren vor dem verschließt, was Jesus Christus zu sagen hat, ohne sich seine Lehre zuvor anzuhören, um zu sehen, ob sie nun wahr ist oder nicht, ist das keine wahre wissenschaftliche Einstellung: offen zu sein für Neues und jeden vernünftigen Weg zur Wahrheit zu erkunden.“
Der erste Band befasst sich, wie der Titel schon sagt, vor allem mit dem Menschen. Bedeutende Grundfragen der Anthropologie (also der Lehre vom Menschen) werden behandelt, etwa der Wert des Menschen, seine Freiheit, die Vorstellungen vom richtigen Handeln, seine Macht und Bestimmung. Formal werden die Probleme erörtert, indem zunächst einmal erklärt wird, worum es geht. Dann diskutieren die Autoren die Antworten, die bisher auf die Fragen gegeben wurden. Also: Was sagen etwa Marxismus, Naturalismus, Humanismus oder Existentialismus dazu? Was zu der erörterten Frage auf der Grundlage einer christlichen Weltanschauung gesagt werden kann, lassen die Autoren immer wieder unbefangen einfließen. Dabei greifen sie in der Regel auf biblische Narrative zurück und zeigen, dass die Antworten, die die Heilige Schrift gibt, durchaus Erklärungspotential haben. Oft haben sie – das wird deutlich – sogar ein überzeugenderes Erklärungspotential als die konkurrierenden Weltanschauungen. Hin und wieder gibt es Abschnitte, in denen Gooding und Lennox ihrer Überzeugung Ausdruck verleihen, dass die christlichen Antworten, die scheinbar als Torheit erscheinen, echte Heilmittel für die großen Fragen und Nöte der Menschheit sind. Gewöhnlich gelingt es ihnen, herauszustellen, dass andere Weltsichten auch nicht ohne Glauben auskommen, wie am Beispiel des Marxismus (S. 116):
„Auch der Marxismus selbst – so schockierend das für Marxisten erscheinen mag – erschien in der Vergangenheit Außenstehenden oft als Religion. Er hatte ein grundsätzliches Glaubensbekenntnis, das man im Glauben annehmen musste: dass es im Universum nichts als Materie gibt (was natürlich nicht bewiesen werden kann). Er hatte sein eigenes Evangelium für die Erlösung der Menschheit: das unwiderstehliche Gesetz der historischen Dialektik. Der Marxismus hatte seinen Mittler: die Partei mit ihrer Diktatur. Er hatte sein gelobtes Land: die endgültige Erscheinung des vollkommenen Kommunismus, in dem jede Unterdrückung, jeder Kampf, jede Entfremdung und jede Regierung für immer der Vergangenheit angehören würden; und er hatte seine starken Missionare, die sich der Verbreitung der marxistischen Botschaft in der ganzen Welt widmeten. Auch unterdrückte er entschieden seine ‚Häretiker‘ oder Revisionisten, wie sie genannt wurden.“
Für wen ist das Buch geeignet?
Das Buch Was ist der Mensch? sollte nicht so verstanden werden, als ob hier zwei christliche Wissenschaftler einen eigenen Forschungsbeitrag zur Anthropologie vorgelegt hätten. Die Zielsetzung ist eine andere. Die Autoren wollten keine philosophische oder theologische Abhandlung abfassen, sondern im Geist der Wahrheit und Aufrichtigkeit zeigen, dass die Antworten, die die Bibel auf die großen Menschheitsfragen gibt, tragfähig sind. Sie formulieren das so: „Wir werden […] begründen, warum wir die Aussagen der christlichen Botschaft für gültig halten und glauben, dass sie wirkliche Hilfe bieten können“ (S. 61).
Insofern können wir erschließen, dass die Reihe nicht für Spezialisten geschrieben wurde. Vielmehr gehören vor allem Lehrer, Schüler, Studenten und auch Mitarbeiter in den Gemeinden zur Zielgruppe. Das wird auch daran deutlich, dass Teile dieses Buches Fragen enthalten, die zum tieferen Verständnis des Themas verhelfen und die Diskussion anregen sollen.
Insgesamt ist so ein gelungener Band entstanden, der insbesondere in der christlichen Bildungsarbeit eingesetzt werden kann. Empfehlen möchte ich ihn aber auch Christen, die sich für apologetische Themen interessieren. Ich glaube darüber hinaus, dass man das Buch auch an Freunde weitergeben kann, die gegenüber dem Glauben skeptisch sind und genauer wissen wollen, was Christen etwa über den Wert des Menschen oder seine Bestimmung denken. Bei der Lektüre werden hoffentlich viele Leser erstmalig entdecken oder in der Einsicht bestärkt werden, dass die Antworten, die die Bibel gibt, belastbar sind.
Das Buch enthält übrigens einen allgemeinverständlichen Anhang zur Wissenschaftstheorie sowie ein Bibelstellenverzeichnis und ein Personen- und Stichwortverzeichnis. Die Übersetzung ist gut lesbar. Dem Verlag ist dafür zu danken, dass er die Risiken, die mit der Veröffentlichung einer so umfänglichen Reihe verbunden sind, auf sich genommen hat. Ich wünsche dem Buch viele Leser.
| Artikelnummer | 271651 |
|---|---|
| ISBN/EAN | 9783863536510 |
| Verlag | Christliche Verlagsgesellschaft |
| Erscheinungsdatum | 27.04.2020 |
| Produktart: | Buch |
| Autor: | David Gooding, John Lennox |
| Seiten | 400 S. |
| Einbandart | Gb |
| Format | 15,5 x 22,7 cm |
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2 Bewertungen
23. Juni 2021 09:00
Gut begründete Antworten auf Fragen bezüglich unserer Weltanschauung
Jeder Mensch hat eine Weltanschauung, die seine Ansichten über seine Existenz und das Leben umfasst. Es entstehen dadurch faszinierende Fragen: Wie erkläre ich mir das Universum? Wo liegt sein Ursprung? Wer bin ich? Wo komme ich her? Wie kann ich Dinge wissen? Hat mein Leben irgendeine Bedeutung? Habe ich irgendwelche Pflichten? „Wer Erfolg haben will, muss die richtigen Fragen stellen“, soll Aristoteles gesagt haben.
Die beiden Autoren, ein Sprachwissenschaftler und ein Mathematiker (inzwischen ein international bekannter Apologet), setzen sich mit diesen Fragen gründlich auseinander. Sie bedenken auch die Antworten, die von anderen Standpunkten ausgegeben werden, um dann erst ihren eigenen zu vermitteln.
Das Buchprojekt (in Deutsch sind vier Bände geplant) war ursprünglich eine Antwort auf die Bitte nach Literatur für Schulen und Bildungseinrichtungen in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Ideologie ergab sich die Möglichkeit, pädagogisches Material zu erstellen, das einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Weltanschauungen bietet. Im vorliegenden Band schreiben die Autoren über den Grundwert eines Menschen, über menschliche Freiheit, die Grundlagen der Moral, die Aufgaben des Menschen, seine Macht über die Natur und die Grenzen menschlicher Macht, und über die Bestimmung des Menschen.
Ein Anhang erläutert noch einmal, was Wissenschaft eigentlich ist.
Das Buch ist besonders für Gymnasiasten der Oberstufe und Studenten geeignet, aber auch für alle, die bessere Fragen stellen wollen als bisher und gut begründete Antworten bekommen wollen.
30. April 2020 08:11
Für jeden, der die Grundfragen des Lebens durchdenken möchte, eine gewinnbringende Lektüre.
Unsere Welt verändert sich rasant. Traditionelle Ideen und Werte werden radikal infrage gestellt. Wie kann man mit den unterschiedlichen Weltanschauungen umgehen und Heranwachsende zur eigenen Meinungsbildung führen? Hierzu möchte die Buchreihe „Die Suche nach Wirklichkeit und Bedeutung“ nicht nur Pädagogen, sondern auch fragenden Menschen Impulse, Informationen und Argumente geben. Die beiden Professoren David W. Gooding (1925 – 2019) und John Lennox (* 1943) gehen in ihrer vierbändigen Buchreihe auf die existenziellen Fragen der Menschheit ein. Dabei orientieren sich die Verfasser an den von Immanuel Kant aufgeworfenen Grundfragen:
• Was kann ich wissen?
• Was soll ich tun?
• Was darf ich hoffen?
• Was ist der Mensch?
Im vorliegenden Band möchten die Autoren den Fragen „über die menschliche Freiheit, das Wesen und die Grundlage der Moral und damit einhergehend die Frage nach der Macht“ (S. 61) nachgehen. Lobenswert ist, dass beide darauf bedacht sind, einen breiten Zugang zu einem weiten Feld zu vermitteln. Bevor es zur intensiven Besprechung der Würde, Möglichkeiten, Freiheit und Bestimmung des Menschen kommt (Bevor Würde, Möglichkeiten, Freiheit und Bestimmung des Menschen intensiv unter die Lupe genommen werden), erläutern die Autoren zuerst die grundlegenden Fragen, die wichtig für das Verständnis der Diskussion sind. Der Leser erhält so einen Überblick und erfährt, weshalb eine Weltanschauung für das Leben relevant ist. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sichtweisen, denn jede Weltanschauung entbindet uns nicht von der Notwendigkeit, Entscheidungen zu treffen. Diese Einführung, die in allen vier Büchern dieselbe sein wird, ist bedeutsam für den weiteren Verlauf der Buchreihe und bildet damit das Fundament, um die weiteren Ausführungen im Buchprojekt nachvollziehen zu können.
Die nun folgenden sieben Kapitel greifen die Bedeutung des Menschen aus verschiedenen Blickwinkeln auf. Die Aktualität und Relevanz des Inhalts zeigt sich daran, dass „der Wert des menschlichen Lebens nicht vom subjektiven Urteil des Menschen abhängen kann“ (S. 66), womit das Thema der Kindstötung im Mutterleib aufgegriffen wird. Erhellend für aktuelle Entwicklungen ist die Sicht auf fünf Moralvorstellungen, die mit der traditionellen Sicht (Gott ist die Autorität hinter dem Moralgesetz) verglichen werden. Philosophisch bereichernd ist die Auseinandersetzung mit der Aufgabe des Menschen und seiner Macht über die Natur. „Die Bibel lehrt, dass der Mensch eine dualistische Natur besitzt, und deshalb verachtet sie auch nicht den menschlichen Körper, wie es manche Religionen und Philosophien tun“ (S. 237). Den utopischen Zukunftsvorstellungen setzen die Autoren die Hoffnung der Auferstehung entgegen, denn sie sei notwendig „um das Ziel zu erreichen, das bei der Schöpfung der Menschheit beabsichtigt war“ (S. 275). Im Anhang erläutern die Verfasser „was Wissenschaft eigentlich ist, was es heißt, eine wirklich wissenschaftliche Perspektive einzunehmen, was die Wissenschaft bewiesen hat und was nicht und wie die Wissenschaft oftmals allgemein missverstanden wird“ (S. 50). Denn die Wissenschaft sei „so komplex wie die menschlichen Persönlichkeiten, die Wissenschaft betreiben“ (S. 283).
Wie bereits erwähnt richtet sich die Buchreihe vordergründig an Pädagogen, ist aber auch für jeden, der die Grundfragen des Lebens durchdenken möchte, eine gewinnbringende Lektüre. Für Lehrer und Studenten ist der Inhalt ein bereicherndes Kontrastprogramm zu aktuellen Theorien und ethischen Richtlinien in Philosophie, Naturwissenschaft und Religion. In ihren Ausführungen beziehen die beiden Professoren immer wieder richtungsweisende und aktuelle Stimmen der Forschung mit ein. So ermöglichen sie es dem Leser, sich selbst anhand von Zitaten ein eigenes Bild zu machen. „Wenn wir verstehen wollen, warum viele unserer Mitmenschen so ernsthaft an ihren Sichtweisen festhalten, müssen wir versuchen, ihre Ansichten zu verstehen und die Gründe zu erkennen, warum sie diese haben“ (S. 61). Sowohl Gooding als auch Lennox gehen in der Diskussion, Darstellung und Darlegung der Argumentation mit ihrer theistischen Weltanschauung offen um, denn sie begründen, warum sie die Aussagen der christlichen Botschaft für gültig halten und glauben, dass diese jedem Menschen wirklich Hilfe bieten können. Sie folgen dabei Einsteins Aussage: „Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind“ (S. 49).
Als Leser erhält man nicht nur informatives Material, um sich mit den grundlegenden Fragen auseinanderzusetzen, sondern auch didaktische Anregungen, da das Buchprojekt ursprünglich als Orientierungshilfe für Schulen und Bildungseinrichtungen in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion konzipiert wurde. Der umfangreiche Fragenteil für Lehrer, Schüler und Studenten dient dazu, die Inhalte jedes Kapitels zu wiederholen, reflektieren und auszuwerten. Somit liegt nicht nur ein Lese-, sondern auch Arbeitsbuch vor, das ausreichend Material bietet, um Heranwachsende zum Fragen und Denken zu animieren, damit sie selbstständig zu einer eigenen Meinung kommen können.
Die Buchreihe darf in keiner Schulbibliothek fehlen und eignet sich zudem auch für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter im kirchlichen und pädagogischen Umfeld. Studenten der Theologie sei empfohlen, sich mit dem Inhalt des Buchs zu beschäftigen um ideologiefrei das eigene Denken zu fördern, da es unvermeidbar sei, sich „irgendwann und auf irgendeine Weise mit den grundlegenden Fragen unserer Existenz auseinanderzusetzen“ (S. 12). Nicht nur wegen des Preises, sondern aufgrund des gehaltvollen Inhalts wird zum Kauf geraten.
Christliche Verlagsgesellschaft
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