"Weil Gott sie liebt"
"Weil Gott sie liebt"
| Artikelnummer | 193632 |
|---|---|
| ISBN/EAN | 9783765536328 |
| Verlag | Brunnen Verlag GmbH - Giessen |
| Erscheinungsdatum | 01.02.2023 |
| Autor | Sabine Vogel, Sebastian Roncal |
| Seiten | 208 |
| Einbandart | gebunden |
| Format | H 21,0 cm/B 14,0 cm |
Produktinformationen ""Weil Gott sie liebt""
| Artikelnummer | 193632 |
|---|---|
| ISBN/EAN | 9783765536328 |
| Verlag | Brunnen Verlag GmbH - Giessen |
| Erscheinungsdatum | 01.02.2023 |
| Autor: | Sabine Vogel, Sebastian Roncal |
| Seiten | 208 |
| Einbandart | gebunden |
| Format | H 21,0 cm/B 14,0 cm |
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2 Bewertungen
3. August 2023 19:36
Hilf, wenn Du kannst!
Gestaltung:
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Das Titelbild mit der Autorin und dem T-Shirt der Hilfsorganisation casayohana vor dem Hintergrund einer peruanischen Landschaft wirkt sympathisch und macht neugierig. Das Buch ist als Hardcover sehr wertig und liegt gut in der Hand. In der Mitte befinden sich ein paar Seiten mit beschrifteten Fotografien, um das Erzählte zu veranschaulichen. Es hätten aber gerne noch etwas mehr Bilder sein dürfen.
Inhalt:
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In einem sehr hilfsbereiten und christlich geprägten Elternhaus aufgewachsen, in dem es immer hieß "Wenn du helfen kannst, dann hilf!", war für Sabine Vogel immer klar, dass sie Kinderkrankenschwester werden wollte. Der Wunsch ging zunächst in Erfüllung. Doch Gott führte sie weiter auf andere Pfade über die Ausbildung zur Seelsorge- und Missbrauchsreferentin bis schließlich zur Verwendung als Krankenschwester in Peru.
Mein Eindruck:
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Dieses Buch ist ein Mix aus Biografie und Beschreibung des Landes Peru und das Leben der Einheimischen dort sowie Hintergründe über den Aufbau und die Verwaltung einer Hilfsorganisation. Die Autorin schreibt dabei sehr ehrlich, kompromisslos und immer auch mit einer Prise Humor.
Ihre Kindheit ist von Hilfsbereitschaft, Gottesglauben und Pflichtbewusstsein geprägt. Die Liedzeile eines Kirchenliedes begleitet sie oft: "Pass auf kleine Hand, was du tust, denn der Vater immer Himmel schaut herab auf dich." Sie empfindet dies als Erwartungsdruck von Gott, was dazu führt, dass sie sich als angehende Erwachsene anfangs von ihm entfernt. Doch dann spürt sie immer wieder, wie er sie trägt und wie er ihr immer wieder neue Möglichkeiten bietet, die sie schließlich zu ihrem aktuellen Leben führen. Diese Schritte mitzuerleben, fand ich beeindruckend und ich konnte nur staunen, wie sich immer wieder eins zum anderen fügte und Sinn machte.
Über das Land Peru wusste ich bisher noch wenig und ich war sehr geschockt, wie sehr Frauen und (besonders behinderte) Kinder unterdrückt und wie wenig sie wertgeschätzt werden. Auch dass aufgrund der Historie das Thema Alkoholismus verbunden mit Gewalt so stark verbreitet ist, wusste ich nicht. Umso mehr hat mich Sabines Mut beeindruckt, auf die Menschen zuzugehen und alleine durch Zuhören und Reden viel zu bewirken. Aber noch mehr bewunderte ich, wie sie sich in die Arbeit hineinstürzt, immer mehr Menschen dazu bewegt, ihr zu helfen und so ihre Hilfsorganisation Stück für Stück wächst. Über den Aufbau einer solchen Organisation hatte ich mir bislang auch wenig Gedanken gemacht, aber dies hautnah mitzuerleben durch ihre Erzählungen hat mir einige neue Erkenntnisse gebracht.
Zwischen den organisatorischen Abschnitten werden immer wieder einzelne Familien und ihre Schicksale beschrieben. Bei einigen lässt sich viel bewirken, bei anderen scheitert man. Auch mit diesen Misserfolgen klar zu kommen, gehört dazu. Beim Lesen konnte ich Sabines Gedanken gut nachvollziehen. Doch sie hat immer wieder Geduld und lässt sich nicht unterkriegen, schaut nach vorne und macht weiter, auch wenn sie dadurch schon mehrmals fast einen Burn-out erlitten hätte.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich aufgerüttelt und lässt mich Peru und seine Menschen mit anderen Augen sehen. Den Hinweis am Ende auf casayohana und Hilfsmöglichkeiten nehme ich gerne auf. Das Buch ist toll geschrieben und hat mich inspiriert!
Fazit:
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Eine starke Frau hilft in Peru behinderten Kindern und unterdrückten Frauen: Beeindruckend und berührend geschrieben!
11. April 2023 08:52
Im Gesamten ist es ein gutes und empfehlenswertes Buch.
Das Buch von Sabine Vogel und Sebastian Roncal „Weil Gott sie liebt“ mit dem Untertitel „Mami Bini und die Familien von casayohana“ ist sowohl eine Autobiografie der Hauptautorin als auch der Bericht über ihre christlich-humanitäre Arbeit in den Anden Perus. In den ersten drei Kapiteln erzählt die Autorin von ihrer Kindheit, ihrem persönlichen beruflichen Werdegang, aber vor allem auch von der Entwicklung ihres Glaubens und ihres persönlichen Gottesbildes und wie Gott sie auf ihre zukünftige Aufgabe in Peru vorbereitet hat. In den restlichen 16 Kapiteln berichtet die Autorin nicht nur von den Anfängen ihrer Arbeit in Peru bis hin zum nun bestehenden Projekt und Verein casayohana, sondern auch sehr viel von einzelnen Begegnungen mit Menschen in den Anden im speziellen aus dem Volk der Quechua und ihrer Lebensweise. Sie berichtet sehr anschaulich von den praktischen Lebensumständen, sozialen und humanitären Missständen und den Denkweisen und Prägungen der Menschen, sodass sich der Leser in diese Kultur hineindenken und –fühlen kann. Das große Leid unter misshandelten Frauen und der aus Scham vernachlässigten behinderten Kinder bewegt Sabine Vogel sehr und treibt sie in ihrer Hilfe an bis zur Gründung von casayohana und darüber hinaus. Sie erkennt auch bald, dass viel Not nicht nur aus praktischem Mangel an Lebensmitteln und medizinischer Hilfe entsteht, sondern auch aus dem sehr geringen Selbstwertgefühl und einem verzerrten Verständnis von Werten wie Liebe und Respekt besonders in dieser Bevölkerungsgruppe herrührt. So wird bei casayohana nicht nur praktische Hilfe in Form von Medizin, Nahrungsmitteln und Therapien angeboten, sondern auch viel Wert auf die „Lebensschule“ - wie sie es nennen - gelegt. Mit ein Anliegen dieses Buches ist es neben dem Bericht bestimmt auch die Arbeit von casayohana bekannt zu machen und so auch Unterstützung zu generieren.
Im ersten Teil des Buches ist es interessant über die Entwicklung des persönlichen Gottesbildes der Autorin zu lesen und ich empfinde es als sehr positiv, dass sie ihre Reise mit und zu Gott auch so „ungeschönt“ darstellt, da dies mit Sicherheit für einige Leser eine Ermutigung sein kann. Auch wie sie über Herausforderungen, Misserfolge in der Hilfsarbeit und persönliche Überforderung bis hin zum Burnout berichtet, wirkt sehr authentisch und kann für Menschen, die in ähnlichen Situationen sind, hilfreich sein. Immer wieder stellt die Autorin eindeutig fest, dass sie ohne Gottes Hilfe ihre Arbeit nicht tun könnte und berichtet wie Gott wirkt und eingreift.
Durch die vielen einzelnen Berichte und Beschreibungen bekommt man als europäischer Leser doch ein ziemlich eindrückliches Bilder von der Lebens- und Familiensituation und auch der großen Not der Bevölkerung dort in den Anden. Die farbigen Bilder in der Mitte des Buches sind dafür auch hilfreich.
Im Klappentext befindet sich ein Grammatikfehler und an manchen Stellen ist der Schreibstil grammatikalisch etwas holprig (nicht richtige Verwendung der Zeiten). Diese Mängel könnten leicht von einem Lektor für eine etwaige weitere Auflage behoben werden. Ansonsten sind keine negativen Punkte anzumerken.
Fazit:
Im Gesamten ist es ein gutes und empfehlenswertes Buch. Der persönliche Lebensbericht von Sabine Vogel, die Schilderung einzelner Begegnungen mit Menschen der Quechua, die Darstellung ihrer Kultur und der Bericht von Sabine Vogels Arbeit in den Anden sind sehr interessant, auch lehrreich und ihre Lektüre hat auf jeden Fall einen Mehrwert für den Leser.
Zielgruppe:
Für alle Leser, die ein Herz für Menschen in Not, humanitäre Hilfe oder Mission haben, oder vielleicht selbst mit dem Gedanken spielen in dieser Richtung tätig zu werden, ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Darüber hinaus ist es grundsätzlich für ein breites Publikum geeignet und gerade für uns Europäer, denen es so gut geht, eine gute Horizonterweiterung.
Brunnen Verlag GmbH - Giessen
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Deutschland
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