Die Tochter des Zementbarons
Die Tochter des Zementbarons
| Artikelnummer | 193665 |
|---|---|
| ISBN/EAN | 9783765536656 |
| Verlag | Brunnen Verlag GmbH - Gießen |
| Erscheinungsdatum | 01.08.2022 |
| Autor | Sylvia B. Barron |
| Seiten | 368 |
| Einbandart | gebunden |
| Format | H 21,0 cm/B 14,0 cm |
Produktinformationen "Die Tochter des Zementbarons"
| Artikelnummer | 193665 |
|---|---|
| ISBN/EAN | 9783765536656 |
| Verlag | Brunnen Verlag GmbH - Gießen |
| Erscheinungsdatum | 01.08.2022 |
| Autor | Sylvia B. Barron |
| Seiten | 368 |
| Einbandart | gebunden |
| Format | H 21,0 cm/B 14,0 cm |
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2 Bewertungen
29. November 2022 08:07
Ein gelungener Roman, der sich mit den verschiedenen Ansichten und Meinungen zu Krieg, Klassendenken und Glauben auseinandersetzt
Es handelt sich um einen Roman, der zur Zeit des Beginns des ersten Weltkriegs spielt.
Protagonistin ist die Tochter des Besitzers der örtlichen Zementfabrik.
Der Roman erzählt davon, wie sowohl die Menschen der Arbeiterklasse als auch Menschen aus höheren gesellschaftlichen Schichten mit den Unsicherheiten des drohenden Krieges umgehen und welche unterschiedlichen Sichtweisen es gab. Jede Gruppe war sich ihrer Meinung sicher und schaffte nicht, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.
Durch den Beginn des Krieges wurde alle jungen Männer eingezogen und teilten nun ihr Schicksal.
Auch die junge Anna möchte ihren Beitrag zum Kriegsdienst leisten und lässt entgegen des Willens ihres Vaters als Hilfsschwester ausbilden.
In ihrer späteren Tätigkeit lernt sie einen jungen Vikar kennen, der selbst dafür gesorgt hatte, als unabkömmlich zu gelten und somit nicht in den Krieg ziehen musste.
Es entspinnt sich eine Schau der verschiedenen Beweggründe und Denkmuster.
Anna sieht letztlich ein, dass sie eine falsche Vorstellung vom Krieg und seinen Ursachen hatte und auch, dass sie selbst schuldig an ihren Mitmenschen geworden ist. Durch ihre Bekannschaft zu dem jungen Vikar beginnt sie, nach Gott und seinen Ansichten zu fragen.
- kurzweilig
- sehr gut recherchiert; wirkt nicht aufgesetzt
- spielt in Blaubeuren> die örtlichen Gegebenheiten werden in den Roman mit einbezogen
- christlicher Glaube spielt erst gegen Ende eine Rolle> wirkt unaufdringlich, ehrlich
Fazit:
Ein gelungener Roman, der sich mit den verschiedenen Ansichten und Meinungen zu Krieg, Klassendenken und Glauben auseinandersetzt. Man fühlt sich schnell mitten im Geschehen.
Wirklich lesenswert.
Für:
- Menschen, die sich für Geschichte interessieren
- Menschen, die gern historische Romane lesen
- geeignet auch als Geschenk für ungläubige Menschen
16. September 2022 09:31
Ein wunderbarer Roman über die Zeit des ersten Weltkrieges
"Aber genau dann (wenn es am schwersten ist) habe ich mich an ihn gewandt und ihm mein Herz ausgeschüttet." Zitat S. 320
In dieser Geschichte, die 1914 kurz vor dem ersten Weltkrieg beginnt, lernt man Anna Kran kennen.
Eine junge naive Frau die viel bewirken möchte und doch hauptsächlich das eigenen Wohlergehen, die eigenen Wünsche und Hoffnungen im Blick hat.
Anna möchte unbedingt irgendwie fürs Vaterland kämpfen und bemerkt dabei nicht wie einseitig und weltfremd, ja unrealistisch sie die politische Situation beurteilt.
Trotzdem ist sie liebenswert beschrieben, denn waren wir nicht alle mal so?
Anna verfolgt ihr Ziel und das voller Eifer und Tatendrang.
Auf ihrem Weg begegnen ihr viele Menschen, sie macht weitreichende Fehler, verletzt anderen und sieht dann selbst der Wahrheit ins Auge und verändert ihre Ansichten.
Mit Anna ist es Sylvia B. Barron wunderbar gelungen die Geschehnisse aus der Sicht einer wohlhabenden jungen Dame zu erzählen, doch sie belässt es nicht dabei sondern zeigt in einem zweiten Erzählstrang auch die Sicht der Arbeiter auf.
Johann ist ein impulsiver junger Mann. Ein Mann der versteht das der Krieg nicht so heldenhaft wie schmerzhaft ist und der aus der Arbeiterschicht kommt.
Armut, Hunger, Sorge und schwere Arbeit sind sein täglich Brot.
Durch Johann bekommt man Einblicke in die ärmere Gesellschaftsschicht und, als der Krieg dann ausbricht, durch die Briefe an seine Frau auch in die Kämpfe und das Leben an der Front.
Hier ist ein einziger kleiner Kritikpunkt. Ich fand es zwar toll das die Briefe durch eine andere Schriftart hervorgehoben wurden doch ich fand es dadurch anstrengend sie zu lesen. Vielleicht wäre es mit einem größeren Zeilenabstand leichter gewesen.
Nichtdestotrotz ist "Die Tochter des Zementbarons" ein guter Roman der angenehm und flüssig zu lesen ist. Die ersten Sätze hatten mich direkt gepackt.
Anna und Johann sind stark, authentisch und vielschichtig charakterisiert. Ihre Entwicklung zu verfolgen ist so spannend, sie wachsen, werden fester und verstehen immer mehr worauf es wirklich ankommt.
Es ist wunderbar, vor allem in so schweren Zeiten, wenn Vorurteile überwunden werden, wenn Schuld und Versagen eingestanden und Menschen aufeinander zugehen können.
In diesem guten Roman geht es um Unterschiede und doch Gleichheit, um Wohlstand und Armut, um Naivität und Realität, um Freundschaft und Feindschaft und darum sich an Gott festzuhalten, ihm zu vertrauen und im ganzen Schrecklichen die Hoffnung nicht zu verlieren. Die Hoffnung auf Hilfe, Liebe, Freundschaft, ein Miteinander und bessere Tage.
Ein lesenswerter Roman der zu Herzen geht und unterhaltsame Stunden schenkt und in dem der Glaube eine große Rolle spielt.
Brunnen Verlag GmbH - Gießen
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