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Ist Gott homophob?

Produktinformationen "Ist Gott homophob?"

Es ist das brisante Thema unserer Zeit. Christen, die Kirche und die Bibel scheinen mit der modernen Haltung zur Homosexualität nicht im Einklang zu stehen. Und es gibt eine wachsende Feindseligkeit gegenüber denen, die die moderne Sicht nicht teilen. Ist Gott etwa homophob?

Artikelnummer 271765
ISBN/EAN 9783863537654
Verlag Christliche Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum 22.02.2021
Autor: Sam Allberry
Seiten 144 S.
Einbandart kartoniert
Format 11 x 18 cm

3 von 3 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen


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3 Bewertungen

24. Juni 2021 12:00

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Ein wichtiges Buch zu einem hochbrisanten Thema

Kaum ein anderes Thema hat in den vergangenen Jahren wohl mehr Kontroversen innerhalb der Kirchen ausgelöst als das Thema „Homosexualität“. Das Buch des anglikanischen Theologen Sam Allberry bietet eine sehr gute Einführung in die Thematik. Was sagt die Bibel über Homosexualität? Wie sollte man reagieren, wenn ein homosexuelles Paar in die Gemeinde kommt? Sollte ich als Christ an Homo-Hochzeiten teilnehmen? Auf diese und viele andere Fragen geben die gut 140 Seiten klare Antworten. Der britische Autor zeigt praktische Tipps auf, wie man mit homosexuell empfindenden Menschen in seinem näheren Umfeld umgehen sollte. Die große Stärke des Buches liegt aber darin, dass mit Allberry ein Christ das Buch schreibt, der selbst homosexuell empfindet, sich aber ganz bewusst für ein Leben als Single entschieden hat, weil er Gott gegenüber gehorsam leben möchte. „Ich bin weit mehr als meine Sexualität“, schreibt Allberry, der auch Redakteur beim evangelikalen Netzwerk „Gospel Coalition“ ist. Sexuelle Empfindungen bestimmten nicht, wer man im Tiefsten sei. In dem Buch wird eine große Barmherzigkeit gegenüber homosexuell empfindenden Menschen deutlich, gepaart mit klaren und herausfordernden Sätzen. Dabei wird gelebte Homosexualität immer als eine unter vielen anderen Sünden, wie beispielsweise Habgier oder Diebstahl, betrachtet.

Diese Perspektive ist hilfreich, um selbstgerechten Menschen vor Augen zu malen, dass sie ebenso der Gnade Gottes bedürfen: „Gottes Botschaft für Homosexuelle ist die gleiche wie für alle anderen Menschen: Kehr um und glaube!“

6. Mai 2021 14:39

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Prägnant, biblisch klar und gleichzeitig einfühlsam und gewinnend

Sam Allberry ist Pastor mit homoerotischen Empfindungen und zugleich der Bibel als dem zuverlässigen und verbindlichen Wort Gottes verpflichtet. Gleich zu Beginn seines Buches macht er eine wichtige Feststellung: Während Teile der heutigen westlichen Gesellschaften dem Irrtum erlegen sind, dass die sexuelle Identität eines Menschen sein ganzes Menschsein bestimme, erkennt Allberry, dass die Sexualität nur ein kleiner Ausschnitt seiner Identität darstellt, der Mensch also viel mehr ist als ein sexuelles Wesen. Sein Kernsatz lautet: Die Sexualität „gehört zu dem, was ich fühle, macht aber nicht aus, was ich im Tiefsten bin. Ich bin weit mehr als meine Sexualität.“ (S. 17)
Im ersten Kapitel („Homosexualität und Gottes Plan“) zeigt der Autor, dass Sexualität nach Gottes Plan nur in die aus einem Mann und einer Frau bestehende Ehe gehört und dass alle Sexualität außerhalb der Ehe nicht den Vorstellungen Gottes entspricht und deshalb von der Bibel als Sünde bezeichnet wird. Da nur die Verbindung eines Mannes mit einer Frau das primäre Ziel erreichen kann, auf das die Ehe nach Gottes Plan grundsätzlich angelegt ist, nämlich die Fortpflanzung bzw. Arterhaltung, stellt jede gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft eine Zielverfehlung dar.
In Kapitel 2 („Homosexualität und die Bibel“) weist Allberry nach, dass die Bibel, wenn sie zur Frage der Homosexualität Stellung bezieht, immer negativ darüber spricht, und zwar sowohl im Alten wie im Neuen Testament. Homosexualität ist nach Aussagen der Bibel unnatürlich und ein Zeichen für Gottes Gericht. Auch Jesus verurteilt alle sexuellen Aktivitäten außerhalb der Ehe und lässt nur eine alternative Lebensform neben der Ehe gelten: die zölibatäre. Wer nicht heiratet, aus welchen Gründen auch immer, ist verpflichtet, sexuell enthaltsam zu leben. (S. 57)
Das dritte Kapitel widmet sich dem Thema „Christen und Homosexualität“. Natürlich gibt es auch Christen mit homoerotischen Gefühlen. Diese Gefühle sind nach Meinung Allberrys keine Sünde, sondern eine Folge der gefallenen Welt, in der wir leben, genauso wie Krankheiten oder Unglücksfälle. Christen mit solchen Gefühlen sollen sich im Gebet an Gott wenden und von Ihm entweder Heilung der Gefühle erbitten (für die es zahlreiche Beispiele gibt) oder – falls diese nicht eintritt – Kraft, um den Versuchungen zu widerstehen und sexuell enthaltsam zu leben. Allberry hebt die zahlreichen Vorteile des Singleseins hervor und macht geradezu Werbung für diesen Stand, den auch Paulus als den „besseren“ bezeichnet (1 Kor 7,38). Christen wissen: Lebenserfüllung findet man nicht in der Befriedigung sexueller Begierden, sondern in der Abhängigkeit von Jesus und im Befolgen seiner Gebote.
Kapitel 4 („Homosexualität und die Gemeinde“) ermahnt die Christen dazu, mit Homosexuellen einfühlsam und barmherzig umzugehen. Das ist in der Vergangenheit leider nicht immer geschehen. Gemeinden haben die Aufgabe, mit Homosexuellen, die ihre Gottesdienste besuchen, über die Hauptsache zu sprechen: Jesus und seine Liebe zu uns Menschen. Von diesem Zentrum aus sollen dann in einem zweiten Schritt die Konsequenzen für das ethische Verhalten erläutert werden – und nicht umgekehrt. Dabei dürfen Christen nie vergessen, dass uns im Evangelium Vergebung auch von sexuellen Sünden angeboten wird, sofern wir diese Sünden bekennen und lassen.
Im abschließenden Kapitel 5 („Homosexualität und die Welt“) gibt Allberry praktische Tipps zu verschiedenen Themen, etwa wie man als Christ am besten einem homosexuellen Freund von Jesus erzählen kann oder ob man an Homo-Hochzeiten teilnehmen darf.
Allberrys Buch ist prägnant, biblisch klar und gleichzeitig einfühlsam und gewinnend geschrieben. Es ist ihm eine weite Verbreitung zu wünschen.

2. April 2021 15:03

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Jeder braucht das Evangelium unabhängig von seiner sexuellen Orientierung

Eines der brisantesten Themen unserer Zeit ist die Frage, wie man zur Homosexualität und anderen Themen der gleichgeschlechtlichen Liebe steht. Das Lager in der Christenheit spaltet sich an solchen Themen. Neben Befürwortern gibt es auch Kritiker. Am besten ist, man fragt jemand, der selbst so empfindet. Sam Allberry hat mit „Ist Gott homophob“ eine klare Hilfe für all jene geschrieben, die betroffen sind, begleiten oder sich informieren möchten.
Sam Allberry ist Pastor, Apologet, Autor und Redner. Er ist Autor einer Reihe von Büchern, darunter „Was Gott über unsere Körper zu sagen hat“, „Warum kümmert es Gott, mit wem ich schlafe?“ und „7 Mythen über das Singlesein“. Zudem sagt er über sich selbst: „Dabei ist mir als jemandem, der mit Homosexualität lebt, biblisches Christsein zu einer wunderbaren Quelle von Freude und trist geworden“.
Das vorliegende Buch ist ein MUST-READ für jeden Christen, denn Allberry gelingt es ein Thema in kompakter, ansprechender und authentischer sowie biblischer Klarheit anzusprechen, dass schnell Emotionen aufkommen lässt. Ein wichtiger Wegweiser für das Gespräch mit homosexuell empfindenden Menschen formuliert er wie folgt: „Die Art meiner sexuellen Gefühle ist nicht ausschlaggebend für meine Identität. […] Ich bin weit mehr als meine Sexualität“. Diese Wahrheit hilft, die Menschen hinter den Lobbyisten zu sehen, die mit ihrer Andersartigkeit ringen.
„Aber je mehr ich in der Bibel lese, desto überzeugter bin ich, dass das, was sie über Sexualität sagt, erst wirklich verständlich wird, wenn man sich anschaut, was sie allgemein über die Geschlechter und Ehe sagt“. Und so blicken die ersten zwei Kapitel auf das biblische Schöpfungsmodell. Der Zweck von Geschlechtlichkeit ist, die Einheit zwischen Mann und Frau zum Ausdruck zu bringen und zu vertiefen. Schlussendlich basiert die Ehe auf der Existenz der Geschlechter. Erst der Unterschied der Geschlechter ermöglicht die Tiefe Einheit zwischen Mann und Frau. Und so spiegeln wir Menschen in der ehelichen Einheit wider, die ein Abbild auf Christus und die Gemeinde sind. „Zwei Männer oder zwei Frauen können nicht die Verbindung von Christus mit seiner Gemeinde widerspiegeln“.
Darauf aufbauend blickt der Verfasser auf das, was die Bibel zum Thema Homosexualität zu sagen hat. Es sind lediglich ein paar wenige Stellen, die zum Thema Stellung nehmen. Somit zeigt sich schon, dass das Thema in Gottes Wort weitaus weniger Bedeutung hat, als es in der aktuellen politischen Agenda einnimmt. Dabei gelingt es Allberry aufzuzeigen, dass es nicht die homoerotischen Gefühle sind, die den Empfindenden vom Reich Gottes ausschließen, sondern die praktizierte Homosexualität, denn Gott nimmt sexuelle Sünde sehr ernst. „Überall wo die Bibel homosexuelles Verhalten anspricht, verurteilt sie es“.
An Kapitel drei blickt er nun auf Christen und Homosexualität, bevor er die Gemeinde und schlussendlich den Zeitgeist in den Fokus nimmt. Dem Leser wird dabei neu wichtig, dass „homosexuelle Gefühle nicht von der Gegenwart Gottes ausschließen“. Vielmehr brauchen sowohl homo- als auch heterosexuelle das Evangelium der Gnade. Keiner ist besser als der andere. Diese Perspektive nimmt viel Luft aus der Diskussion und hilft beiden Seiten, den Blick aufs Kreuz zu richten. Allein dafür ist das Buch schon lesenswert. Und hier kommt nun auch die Gemeinde ins Spiel. „Die Kirche auf Erden ist Gottes sichtbares Werkzeug, um der geistlichen Welt zu zeigen, wie er ist“. Der Autor wirbt um den Dialog miteinander, das aktive Zuhören, dem liebevollen begegnen macht aber auch klar; „Ein geistlicher Leiter, der verkündet, dass manche Formen von Homosexualität in Ordnung seien, schickt die Menschen letztlich in ihr Verderben“.
Allberry schreibt für Christen. Egal, ob sie Leiter einer Gemeinde, Pastoren oder einfach nur Gemeindeglieder sind. Als Mann, der gleichgeschlechtliche Anziehung empfindet, ist seine Stimme eine Wohltat in der Diskussion. Nicht umsonst schreibt Ulrich Parzany im Vorwort: „Sein Buch ist eine große Hilfe“.
Ist Gott homophob? ist ein längst überfälliger Beitrag in einer Diskussion, die aus dem Ruder gelaufen ist und die Christenheit in sich zerrissen hat. Jeder Christ sollte das Buch lesen, damit er die beiden Seiten des Evangeliums erkennt. Einerseits ist da die Betonung, dass jeder Christus braucht und das unabhängig von seiner sexuellen Orientierung. Andererseits zeigt der Autor auf einfühlsame, gewinnende und hoffnungsvolle Art auf, wohin das Verharren in der praktizierten Sünde führt: Ausschluss aus dem Reich Gottes für alle Ewigkeit. „Die Botschaft des Evangeliums hat einige scharfe Kanten, die viele schwierig finden“. Nichtsdestotrotz ist Sam Allberrys Buch von Mitmenschlichkeit, Mitgefühl und Offenheit gekennzeichnet und beantwortet zahlreiche brennende Fragen zu diesem Themenkomplex.

Christliche Verlagsgesellschaft

Christliche Verlagsgesellschaft
Am Güterbahnhof 26
35683 Dillenburg
Deutschland (D)
info@cv-dillenburg.de
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