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Alles, was noch vor uns liegt

Produktinformationen "Alles, was noch vor uns liegt"

Eva und Angela könnten unterschiedlicher nicht sein: Eva ist Floristin und eine etwas verträumte Künstlerseele, die pragmatische Angela muss sich und ihre drei Kinder mit mehreren Jobs über Wasser halten. Doch eines haben die Schwägerinnen gemeinsam: Ihre Männer kamen bei einem tragischen Tauchunfall ums Leben. Seitdem kämpfen beide Frauen auf ihre ganz individuelle Weise mit der Trauer. Als Eva mit der verrückten Idee aufwartet, im Andenken an ihre verstorbenen Männer an einem Ultramarathon in Neuseeland teilzunehmen, reagiert Angela zunächst abweisend. Doch schließlich brechen sie gemeinsam mit Angelas Kindern und der Schwiegermama zu einer mehrmonatigen Auszeit ins ferne Neuseeland auf. Dort kommen nicht nur ihre Körper, sondern auch ihre Seelen ganz neu in Bewegung. Als sich zur Herausforderung Ultramarathon noch zwei weitere namens Marc und Simon gesellen, stellt sich die große Frage: Sind die beiden auch zu dieser "Challenge" bereit?
Artikelnummer 332188
ISBN/EAN 9783963621888
Verlag Francke-Buch GmbH
Erscheinungsdatum 01.03.2021
Autor: Lindsay Harrel
Seiten 352
Einbandart Paperback
Format H 20,5 cm/B 13,5 cm

2 von 2 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen


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2 Bewertungen

24. Juni 2021 08:49

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Roman zur Trauerbewältigung

In dem Roman „Alles, was noch vor uns liegt“ von Lindsay Harrel geht es um zwei Frauen, Eva und Angela, die auf unterschiedliche Weise um ihre Männer trauern. Sie verbindet, dass ihre Männer Brüder waren. Die Vorbereitung auf einen Ultramarathon in Neuseeland verhilft beiden Frauen zu neuen Erkenntnissen, die am Ende dazu führen, ihr bisheriges Leben zu reflektieren, um dann mutige Schritte in eine neue Zukunft zu gehen.
Im Buch wird dargestellt, dass Trauerbewältigung sehr unterschiedlich geschieht. Gegen Ende der Erzählung wird der Trauerprozess in einer Metapher mit einem Ultramarathon verglichen. Es scheint offensichtlich nützlich zu sein, professionelle Hilfe zur Trauerbewältigung anzunehmen.
Beschrieben wird eine Sehnsucht nach Gott, um inneren Frieden zu haben.

- Es ist schön zu beobachten, dass sich die Schwägerinnen nach einer gewissen Zeit annähern und endlich ehrlich miteinander umgehen
- Die Schwiegermutter unterstützt Ihre Schwiegertöchter. Das erinnert an die Geschichte von Ruth in der Bibel
- Freude ist unabhängig von dem, was im Leben passiert. Freude ist abhängig von Gott (Seite 141)
- Sherry, die Schwiegermutter gibt kleine Facetten ihres Glaubens preis
- Ein gewohnheitsmäßiger Gottesdienstbesuch wird erwähnt und macht neugierig auf die Auswirkungen im Leben
- Es gibt zehn Fragen zum Buch, die für einen Gesprächskreis oder zum eigenen Nachdenken animieren


-Für ein Buch aus dem christlichen Literaturkreis ist Gott in diesem Roman eher eine Randfigur. Erst im letzten Drittel ändert es sich.
- Angela kommt mit Gott ins Reine. Allerdings wird dabei Gott als „inspirierend zum Leben“ beschrieben. Die Einsicht von Schuld und das Bekenntnis an Jesus Christus fehlt.
-Im Roman wird außerdem: „Freiheit durch Laufen, statt Freiheit durch Gott“ (Seite 94) dargestellt


Insgesamt handelt es ich um einen Roman ohne besondere Spannungskurve. Der Leser lernt den Prozess der Trauerbewältigung kennen, eingebettet in eine Familiengeschichte. Im Verlauf des Marathontrainigs wird die Sehnsucht nach Neuseeland und vielleicht auch zum Laufen geweckt. Es wird deutlich: es gibt Hoffnung auf „Farbe“, auch wenn alles grau in grau scheint.

Das Buch eignet sich gut für Frauen im Alter ab 30 Jahren.

14. Juni 2021 10:35

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Ein gutes Buch über Trauerbewältigung

Eva und Angela haben bei einem tragischen Unfall ihre Männer verloren. Die Brüder waren gemeinsam tauchen und sind dabei ums Leben gekommen. Eva ist wohlhabend und alleine und versinkt in ihrer Trauer während Angela sich um ihre drei Kinder kümmern muss, sich schwer tut das nötige Geld zu verdienen und dabei keine Anzeichen von Trauer zeigt. Einen Tages bekommt Eva einen Anruf und erfährt, dass die beiden Brüder mit noch einem Freund sich zu einem Marathon in Neuseeland angemeldet hatten. Nun reift die Idee, dass die beiden Frauen mit dem besagten Freund, Marc, dieses Vorhaben zusammen durchziehen. Sie haben noch sechs Monate, um sich vorzubereiten. In dieser Zeit lernen sie nicht nur ihre körperlichen Grenzen kennen, sondern sich selber, sich gegenseitig und auch ihre Trauer von einer ganz anderen Seite. Beide Frauen müssen sich selber die Frage stellen, ob sie schon wieder für eine neue Beziehung bereit sind und auch wie ihre Beziehung zu Gott ist oder sein sollte.
Ein paar Ideen sind mir positiv aufgefallen. Glück und Freude sind nicht dasselbe. Freude findet man, indem man auf Gott vertraut. - es geht darum, dass wir uns nicht nur von Menschen inspirieren lassen, sondern, dass Gott uns inspiriert - nicht nur zur Kreativität, sondern zum Leben. - sich nicht auf andere Menschen verlassen, nicht einmal auf sich selbst, sondern alleine auf Gott. - Gott kann ihren Kummer gebrauchen, um sie stärker zu machen, um sie näher zu sich zu ziehen und um durch sie anderen zu helfen, die etwas Ähnliches durchgemacht haben - darauf zu vertrauen, dass Gott einen auffängt – darum ging es im Leben
Einiges habe ich kritisch angesehen: Sex vor der Ehe ist nur zu einem Problem geworden, weil ein Kind unterwegs war - Abtreibung kam für Angela nicht in Frage, doch sie verurteilt niemanden, der sich anders entscheidet. Abtreibung ist nicht falsch
Es geht um die unterschiedlichen Arten der Trauerbewältigung

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