Ich gebe dir eine Stimme
Ich gebe dir eine Stimme
| Artikelnummer | 332283 |
|---|---|
| ISBN/EAN | 9783963622830 |
| Verlag | Francke-Buch GmbH |
| Erscheinungsdatum | 01.06.2022 |
| Autor | Michelle Shocklee |
| Seiten | 320 |
| Einbandart | Klappenbroschur |
| Format | H 20,5 cm/B 13,5 cm |
Produktinformationen "Ich gebe dir eine Stimme"
1929: An Lorena Lelands 16. Geburtstag verliert ihre Familie durch den Börsencrash nicht nur ihr Vermögen, sondern bricht im Inneren auseinander. Renas Zukunftsträume zerplatzen wie Seifenblasen.
Auch sieben Jahre später haben sich die Lelands noch nicht von dem Schlag erholt. Während ihre Mutter den Statusverlust zu leugnen versucht, ihr Vater sich mit seinem Whiskey vor der Welt versteckt und ihre Schwester in einer unglücklichen Ehe gefangen ist, bemüht sich Rena um eine neue Arbeit. Als Interviewerin für das Federal Writers' Project begibt sie sich schließlich ins berüchtigtste Viertel der Stadt. Dort soll eine 101-jährige ehemalige Sklavin ihr ihre Lebensgeschichte erzählen. Rena ahnt nicht, welche Auswirkungen dieser Job auf ihre ganze Familie haben wird ...
| Artikelnummer | 332283 |
|---|---|
| ISBN/EAN | 9783963622830 |
| Verlag | Francke-Buch GmbH |
| Erscheinungsdatum | 01.06.2022 |
| Autor: | Michelle Shocklee |
| Seiten | 320 |
| Einbandart | Klappenbroschur |
| Format | H 20,5 cm/B 13,5 cm |
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2 Bewertungen
22. Juli 2022 14:36
mein Jahreshighlight
Ein starkes Buch das einhüllt, mitreißt, berührt, erschüttert und tief ins Herz geht.
Lorena, Rena genannt, hat erlebt das alle ihre Träume wie Seifenblasen zerplatz sind. alles was ihre Familie besaß ging 1929 beim großen Börsencrash verloren. Es blieb nur wenig und es ist schwierig sich damit zu arrangieren.
Renas und Frankies Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt und vor allem Frankies Leben hat mich völlig in den Bann gezogen.
Ihre Erlebnisse als Sklavin, die Jahre voller Schmerz und Leid, haben mich in Atem gehalten und nicht losgelassen. Ich konnte das Buch schlicht nicht aus der Hand legen.
Renas Geschichte empfand ich als würdevollen Rahmen in dem Frankies Erfahrung eingebettet war.
Dieses Buch geht zu Herzen und spricht davon wie wichtig es ist die Vergangenheit so zu sehen wie sie wirklich war und nicht so wie wir sie uns wünschen.
Wunderbar fand ich die Aussage das auch aus negativen Veränderungen etwas Gutes entstehen kann. Darauf mussten sich Frankie und Rena erst einlassen und das gilt auch uns. Manchmal ist es schwierig, oft bringen wir die kraft und Liebe für ein Miteinander, ein Füreinander und einen liebevollen Umgang gar nicht auf, doch Gott kann es schenken.
Denn die Freiheit Liebe zu geben kommt aus der Liebe Gottes zu uns und das hat Michelle Shocklee in "Ich geb dir eine Stimme" wunderbar herausgearbeitet und es geht tief zu Herzen, gerade weil sie die grausamen Seiten des Sklavenbesitzes direkt und klar beschreibt.
Sie schreibt über Gewalt, über Menschen die wie Ware behandelt werden, sie schreibt über verwundetet Herzen, über Wut, Begegnungen mit Gott, über Verzweiflung, Tränen, unglaublichen Schmerz aber auch über Vergebung, Neuanfänge und Liebe.
Sie schreibt über Liebe die gibt - auch wenn alles genommen wurde.
Dieses Buch ist weniger eine Liebesgeschichte sondern ein Werk das misshandelten, missbrauchten und erniedrigten Menschen "eine Stimme gibt".
Es ist ein sehr lesenswertes Buch - ganz klare Kauf und Leseempfehlung.
12. Juli 2022 06:36
Ein Buch was einem die schlimmen Dinge der Sklaverei vor Augen führt, wo aber auch sehr einfühlsam das Thema Vergebung und liebt eure Feinde vermittelt wird.
An Lorena Lelands erlebt mit ihrer Familie an ihrem 16. Geburtstag einen Börsencrash. Ihre Familie verliert alles.
Lorena mittlerweile erwachsen arbeitet bei einer Zeitung als Journalistin. Doch sie bekommt gekündigt und versucht immer wieder aufs Neue Arbeit zu finden. Ihr ehemaliger Chef vermittelt ihr eine Arbeit als Interviewerin des Federal Writers Project (FWP). Dieses Projekt hatte Präsident Roosvelt ins Leben gerufen, damit die Erlebnisse der Sklaven nicht in Vergessenheit geraten. Erst ist Lorena skeptisch, ob das was für sie ist, denn sie hatte bisher mit ehemaligen Sklaven keine Berührungspunkte. Ihre Mutter ist entsetzt, als sie hört in welche Gegend Lorena geht, denn was sollen die Leute denken. Lorena fühlt sich sichtlich unwohl, als sie einer alten Frau gegenübersteht. Diese wollte erst ihre Geschichte nicht erzählen, doch Gott hat ihr klargemacht, dass sie erst sterben kann, wenn die Geschichte erzählt ist. Nach ihrem ersten Besuch ist Lorena so von der Geschichte „gepackt“, dass sie immer wieder kommt. Auch Alden ein Mitarbeiter von FWP, der sie immer fährt, ist gefesselt.
Frankie (die schwarze alte Dame) wurde mit sieben Jahren von ihrer Mutter getrennt und als Sklavin verkauft. Zuvor hatte sie als Sklavin sich ein Buch angeschaut, was Sklaven verboten war. Sie wurde von ihrer Herrin sehr schlecht behandelt und misshandelt. Als Sklavin erlebt und muss sie sehr schlechte Dinge mit ansehen. Wahrscheinlich wäre sie ewig bei Mr. Waters (er hielt sie als Sklavin, doch dort ging es einigermaßen) geblieben, wenn nicht die Unionsarmee gekommen wäre. Es gab Krieg zwischen den Bundesstaaten und sie kam in ein Camp. Dort „geht“ es ihr erst gut. Als sie mal wieder zusammengeschlagen wird, pflegt eine Weiße sie gesund und erzählt ihr von Gott. Doch Frankie möchte nichts hören. Sam (ein Schwarzer) lässt auch nicht locker. Es kommt soweit, dass Frankie für die Hochrangigen Soldaten im Camp die Wäsche macht. Als der Krieg auch sie erreicht, hilft Frankie als Krankenschwester und Sam hilft die Verwundeten zu Versorgen. Dabei wird er lebensbedrohlich verletzt und macht Frankie immer wieder klar, dass sie im Gefängnislazarett helfen soll. Nach vielen Sträuben begibt sich Frankie dorthin und trifft auf den Sohn ihrer ersten Herrin. Sie kann ihm vergeben. Sam und Frankie haben nach dem Krieg viele gemeinsame Jahre.
Lorena ist tief erschüttert und erfährt, dass ihre Vorfahrin diese Herrin war. Frankie kann ihr vergeben. Lorena ist es wichtig, dass die ganze Geschichte erzählt und aufgeschrieben wird. Als dass FWP sie kürzen will, sucht Lorena nach einer neuen Lösung und findet sie.
Frankie schläft dann ruhig für immer ein und meinte immer Alden und Lorena würden gut zusammenpassen, was diese dann auch tun. Lorena kann die Geschichte gut vermarkten und so ist auch ihre Mutter sehr froh über ihren Job.
Frankies Mutter betet jeden Abend um Freiheit und so lernt Frankie Gott früh kennen. Als Frankie Lorena ihre Geschichte erzählt, sagt sie zwar, dass sie sich nicht gern daran erinnert, aber Gott diese schlimmen Dinge gebrauchen kann, um Lorena dorthin zu bringen, wo er sie haben will. Sam hält in dem Camp Bibelstunden und erzählt auch Frankie aus der Bibel, ob sie will oder nicht. Frankie versteht mit Psalm 23 was ihre Mutter ihr immer erzählt hat. Sie erzählt: „Ich verstand, dass meine Besitzer, die mich geschlagen und verkauft haben, ganz anders waren als mein himmlischer Vater. Diese Menschen waren Sünder genau wie ich. Ich verstand, dass in dieser Welt schlimme Dinge passieren und dass wir alle durch das Tal des Todesschatten gehen werden. Aber ich brauchte nicht mehr in Angst zu leben. Die Dinge, die ich in meinem schmerzvollen Leben als Sklavin erlitten hatte, bedeuteten nicht, das Gott nicht gut wäre oder dass er mich nicht lieben würde.“ Frankie bekommt ja von Sam den Auftrag unsere Feinde zu lieben, wie es in der Bibel steht. So geht sie nach vielen inneren Kämpfen ins Gefängnislazarett.
Fazit:
Ein Buch was einem die schlimmen Dinge der Sklaverei vor Augen führt, wo aber auch sehr einfühlsam das Thema Vergebung und liebt eure Feinde vermittelt wird.
Zielgruppe: Liebhaber historischer Romane mit ernstem Hintergrund
Francke-Buch GmbH
Am Schwanhof 19
35037 Marburg
Deutschland (D)
info@francke-buch.de