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Kein Grund zur Skepsis!

Produktinformationen "Kein Grund zur Skepsis!"

Jesus von Nazareth ist die historische Person mit dem bisher größten Einfluss auf die Menschheitsgeschichte. Christen bekennen ihn als Gottes Sohn, Muslime betrachten ihn als einen Propheten und für viele ist er das Sinnbild für Nächstenliebe. Aber was wissen wir eigentlich über Jesus als historische Person? In den letzten Jahren erschien eine Fülle von populär- sowie pseudowissenschaftlicher Literatur, die uns mit unterschiedlichen Theorien über Jesus überschwemmte und mit Aufsehen erregenden Behauptungen über neue Quellen oder neue Deutungen bereits bekannter Quellen aufwartete; all das mit dem Anspruch, „unser Bild von Jesus“ komplett zu verändern. Immer wieder wird die historische Glaubwürdigkeit der Evangelien in Frage gestellt. Stefan Gustavsson räumt ebenso unaufgeregt wie gründlich Einwände und scheinbare Widersprüche aus dem Weg. Er tut das mit dem methodischen Rüstzeug des Historikers; sachlich, kompetent und spannend.
Artikelnummer 590150000
ISBN/EAN 9783862561506
Verlag Neufeld Verlag
Erscheinungsdatum 27.09.2018
Produktart: Buch
Seiten 200 S.
Einbandart Pb
Format 13,5 x 21 cm

2 von 2 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 4.5 von 5 Sternen


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2 Bewertungen

23. Juli 2020 10:04

Bewertung mit 4 von 5 Sternen

Kein Grund zur Skepsis

Wussten Sie, dass Schweden in vielen Bereich als das am stärksten säkularisierte Land Europas gilt? Sind die Schweden so skeptisch? Das deutsche Wort Skeptiker geht auf das griechische skeptikos zurück, das soviel wie „Suchender“ oder „Fragender“ bedeutet. Stefan Gustavsson, Theologe, Apologet und Professor an der Gimlekollen School of Journalism and Communication in Kristiansand (Norwegen), ist der Überzeugung, dass der Mensch des 21. Jahrhunderts „untersuchen und kritische Fragen stellen muss, um neue Erkenntnisse zu gewinnen“. Deshalb plädiert er mit „Kein Grund zur Skepsis“ anhand acht überzeugender Argumente für die Glaubwürdigkeit der Evangelien.



Motiviert ist Gustavsson davon, dass „man die Welt, in der wir leben, einfach nicht verstehen kann, ohne sich für Jesus zu interessieren, da Spuren von ihm überall in den westlichen Ländern zu sehen sind und er die größten Veränderungen der Menschheitsgeschichte bewirkt hat“. Er selbst möchte seinen Leser begleiten, besonders wenn dieser sich als Skeptiker versteht und fundiertes und wissenschaftlich gesichertes Wissen über die historische Wirklichkeit über Jesus von Nazareth untersuchen und herausfinden möchte. Denn die entscheidende Frage lautet: „Sind die Texte über Jesus nur religiöse Behauptungen, nachträgliche Konstruktionen zur Legitimation einer bereits heranwachsenden religiösen Bewegung oder gehen sie auf Personen zurück, die mit ihren eigenen Augen gesehen haben?“ Dabei spricht sich der Verfasser für die Nutzung des gesunden Menschenverstandes aus, der auch die Kritiker mit ihren eigenen Methoden konfrontieren und kritisieren darf.



Ein wichtiger Punkt seiner Ausarbeitung besteht im Vergleich des Quellenmaterials über Jesus und anderem historischen Material aus der Antike. „Das Neue Testament sollte wie jeder andere historische Text untersucht werden“. Hierbei fallen besonders die fünf Kriterien zur Beurteilung historischer Texte positiv auf, die in der Geschichtswissenschaft zum Vergleich konkurrierender Hypothesen benutz werden. „Wenn wir zum Beispiel die gleiche Einstellung, die mancher Jesus-Forscher gegenüber den Evangelien hat, gegenüber den Quellen über Konfuzius anwenden würden, dann würde Chinas berühmtester Weisheitslehrer einfach aus der Geschichte verschwinden“!

In den sich anschließenden acht Gründen zeigt er auf, dass die Evangelien in ihrer Glaubwürdigkeit absolut den wissenschaftlichen Anfragen und Prüfungen standhalten. Der amerikanische Historiker und Philosoph Stephen Evans bekennt zu Recht: „Es ist vernünftig, die Grundzüge im neutestamentlichen Bild von Jesus als prinzipiell zuverlässige Geschichte zu verstehen“. Deshalb kann sich Gustavsson auch Einwänden und Kritik zuwenden, ohne dabei an der Glaubwürdigkeit von Gottes Wort zu rütteln, denn „Fehler und Widersprüche in den Evangelien stellen ihren Status als historisches Quellmaterial nicht in Frage“.



Die Ausführungen machen Freude, da es Gustavsson gelingt komplexe Inhalte leicht verständlich und leserfreundlich darzustellen, weil er strukturiert und gewinnend schreibt. Der Autor zeigt mit „logischer Klarheit und intellektuellen Scharfsinn auf, wo der Mensch des Hier und Heute mit seiner Brille, aus einzelnen Detailproblemen viel zu weitreichende Konsequenzen über den tatsächlichen Wert der Evangelien zu ziehen“, so Dr. Alexander Fink, Leiter des Instituts für Glaube und Wissenschaft.



Insgesamt liegt ein Buch von hohem Wert für die Glaubwürdigkeit der Evangelien vor. Die Lektüre macht Mut, den Evangelien zu vertrauen und selbst aus ihrem Reichtum zu schöpfen. Ob nun Skeptiker oder Gläubiger, hier findet jeder Antworten auf seine Fragen. Die Lektüre ist besonders hilfreich für diejenigen, die im Gespräch mit Suchenden und Fragen stehen, denn „es ist ganz einfach an der Zeit, die Kritiker zu kritisieren“! Gustavsson tut dies auf sachliche, emotions- und wertfreie Weise, weshalb das Buch noch mehr Lesewert besitzt.

11. Mai 2020 20:41

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

ausgezeichnet wissenschaftlich fundiert

Der Verfasser ist Direktor von Apologia, dem christlichen
Zentrum für Apologetik in Stockholm, und Professor an der Schule für Journalistik und Kommunikation in Kristiansand, Norwegen. Er schreibt in seinem Schlusswort: „Der Zweck dieses Buches ist es, zu zeigen, dass die Texte über Jesus überdurchschnittlich gut die Kriterien für glaubwürdiges antikes historisches Quellenmaterial erfüllen … und wir können mit gutem Grund davon ausgehen, dass sie
uns in Kontakt mit dem Mann aus Nazaret bringen.“

Tatsächlich findet man dieses Anliegen im ganzen Buch eindrücklich bestätigt. Im ersten Abschnitt (vier Kapitel) beschreibt der Autor die Kritiken, die gegen die Geschichtlichkeit von Jesus Christus vorgebracht werden. Der zweite Abschnitt in acht Kapiteln beschreibt die Methoden
der Geschichtswissenschaft und die Analyse von geschichtlichen Quellen. Schon hier zeigt der Autor, wie voreingenommen die Kritiker sind und wie willkürlich sie nicht nur die biblischen, sondern auch außerbiblische Quellen über Jesus Christus behandeln.

Der dritte Abschnitt behandelt acht Argumente für die Glaubwürdigkeit der Evangelien von der Datierung über den zeitgeschichtlichen Kontext, die vorkommenden Eigennamen
bis hin zu Ehrlichkeit der Evangelisten auch in peinlichen Fällen. Bemerkenswert: keiner der acht Gründe, die der Verfasser für die Glaubwürdigkeit der Evangelien
vorgebracht hat, trifft auf die viel später entstandenen gnostischen Evangelien zu. Der letzte Abschnitt geht noch einmal auf Einwände gegen die Evangelien ein und
widerlegt sie. Es ist eine Kritik der Kritiker.

Ein ausgezeichnetes wissenschaftlich fundiertes und doch gut zu lesendes Buch für jeden, der sich mit der Glaubwürdigkeit der Evangelien gegen deren Kritiker
auseinandersetzt. Der Autor bringt auch Gründe vor, die bisher weitgehend unbekannt waren. Das Werk ist jedem zu empfehlen, der sich für die Glaubwürdigkeit der Bibel interessiert und ein wenig Verständnis für Geschichte hat.

Neufeld Verlag

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