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Gläubig. Depressiv. Gehalten.

Produktinformationen "Gläubig. Depressiv. Gehalten."

Ryan Casey Waller, Pastor und Therapeut, weiß aus eigener Er fahrung, welche innere Zerreißprobe es ist, mit der psychisc hen Gesundheit zu ringen und gleichzeitig zu versuchen, den eigenen Glauben aufrechtzuerhalten. Es kann ein entmutigend er, einsamer Kampf sein. Das muss es aber nicht. Denn es gib t Menschen, Mittel und Wege, die helfen können. Der Autor macht deut be sehr wohl koexistieren können und dass psychische Erkrank ungen kein Symptom von geistlichem Versagen sind. Er kombini ert theologische Aspekte mit klinischen und therapeutischen Einblicken und seinen persönlichen Erfahrungen. Dabei zeigt er konkrete Hilfsmöglichkeiten auf. Dieser fundierte Ratgebe r motiviert,den Schritt nach vorne zu wagen und sich auch in dunklen Zeiten gehalten zu wissen.
Artikelnummer 817823
ISBN/EAN 9783957348234
Verlag Gerth Medien
Erscheinungsdatum 01.02.2022
Autor: Ryan Casey Waller
Seiten 224
Einbandart gebunden
Format H 21,5 cm/B 13,5 cm

2 von 2 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 4.5 von 5 Sternen


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2 Bewertungen

3. August 2022 11:33

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Depressionen aus der Tabuzone holen

Inhalt:
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Der Autor ist Pastor, Anwalt, Psychotherapeut und selbst Patient in Sachen Depression. In diesem Buch möchte er das Thema Depression aus der Tabuzone holen, Betroffene ermutigen und Tipps zur (Selbst-)Hilfe geben.

Mein Eindruck:
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"Das ist das Fatale bei psychischen Störungen. Sie merken erst, dass Sie darunter leiden, wenn die Krankheit schon das Ruder übernommen hat und versucht, Ihr Leben zu zerstören. Das passiert meistens, weil es uns so schwerfällt, uns ehrlich einzugestehen, was in unserem Herz und in unserem Kopf vor sich geht. Deshalb werden psychische Störungen oft erst diagnostiziert, wenn, nun ja, wenn es einfach nicht mehr anders geht, weil wirklich sonderbare Dinge passieren." (S. 14)

Ryan Casey Waller hat mich unglaublich in diesem Buch beeindruckt. Seine offene und ehrliche Art, mit seiner Krankheit umzugehen, gefiel mir gut. Ein Teil des Buches handelt von seinen eigenen Erfahrungen mit der Krankheit. Er gibt zu, dass es auch bei ihm erst bis zum äußersten kommen musste (er hat z. B. einen Gottesdienst in betrunkenen Zustand gehalten), bis er sich und anderen eingestehen konnte, dass er depressiv und sogar zum Alkoholiker geworden ist. Er hat daraufhin eine Therapie und um anderen helfen zu können, anschließend selbst die Ausbildung zum Therapeuten gemacht.

In seinem Buch weist er immer wieder darauf hin, dass psychische Krankheiten genauso als Krankheiten zu sehen sind wie physische und dass Betroffene ebenso Unterstützung benötigen. Er plädiert dafür, auch darüber zu sprechen und psychisch Kranke nicht zu stigmatisieren, wie es leider häufig der Fall ist, auch in christlichen Gemeinden.
Um ein besseres Verständnis zu wecken, geht er sehr ausführlich auf die Beschreibung und Kategorisierungen von psychischen Krankheiten ein. Diese Theorie war mir etwas zu ausschweifend, was aber sicher daran liegt, dass ich mich mit dem Thema bereits befasst hatte.
Besonders punkten konnte das Buch für mich mit den persönlichen Erfahrungen des Autors, der nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher kommt, sondern auf Augenhöhe seine Erfahrungen beschreibt und seine Tipps an den Leser weitergibt. Bei der Übersetzung wurden die Ratschläge und Linktipps an das deutsche System angepasst. Das fand ich klasse, denn das amerikanische System unterscheidet sich in einigen Dingen leider erheblich vom deutschen. Dass dies bei der Übersetzung berücksichtigt wurde, ist nicht selbstverständlich.
Gut finde ich auch, dass er auf das Thema Suizid und dem Umgang damit ausführlich eingeht. So beschreibt er auch, wie man als nicht Betroffener suizidal eingestellten Menschen helfen kann. Und dass Medikamente nehmen keine Schwäche, sondern auch ein Segen sein kann, thematisiert er. So holt er auch diesen Aspekt aus der Tabuzone heraus.

Das Buch ist aus christlicher Sicht geschrieben und es werden immer wieder Bibelstellen angeführt, die Gläubige trösten können und auch ein Appell an die Gemeinden sind, psychisch Kranke nicht auszugrenzen. Ich empfand dies als sehr hilfreich. Aber auch für nicht Gläubige ist das Buch eine gute Hilfestellung, da die praktischen Erfahrungen und Tipps für alle gleichermaßen gelten.

Fazit:
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Ehrlich geschriebenes Buch über Depressionen aus Sicht eines Betroffenen und Therapeuten mit vielen hilfreichen Ratschlägen

18. März 2022 07:19

Bewertung mit 4 von 5 Sternen

Das Buch öffnet den Blick für psychische Probleme und weckt Verständnis für Betroffene.

In seinem Buch Gläubig.Depressiv.Gehalten erzählt der Autor seine persönliche Geschichte mit Angststörungen, Depressionen und Alkoholmissbrauch. Als Pastor und Therapeut ist es ihm ein Anliegen, das Tabuthema psychische Krankheiten in christlichen Gemeinden zu brechen. Als Theologe und Betroffener beschäftigt er sich u.a. mit der Frage nach dem Leid und der Beurteilung von Suizid im Lichte der Bibel. Als Therapeut gibt er Informationen zu Therapiemöglichkeiten von Depressionen und zur Wirkungsweise von Psychopharmaka, im Besonderen von Antidepressiva.

Positiv hervorzuheben ist die schonungslose Offenheit, mit der der Autor über seine Probleme, sein Versagen und seinen Umgang mit der Krankheit erzählt. Er ermutigt Betroffene, sich Hilfe zu suchen und zeigt auf, dass Christen genauso wie Nichtchristen von psychischen Erkrankungen betroffen sein können.

Da der Autor als Betroffener, als Theologe und Therapeut schreibt, ist das Buch ein wenig ein Sammelsurium aus allem und die Auswahl der jeweiligen Schwerpunkte ist nicht immer ganz nachvollziehbar. Außerdem merkt man beim Lesen deutlich, dass das Buch für Amerikaner geschrieben wurde, obwohl der Übersetzer versucht hat, es in den deutschsprachigen Kontext zu übertragen. Das Thema Selbstliebe ist aus Sicht des Autors gut nachvollziehbar aber theologisch nicht immer ganz sauber.

Fazit:
Das Buch öffnet den Blick für psychische Probleme und weckt Verständnis für Betroffene. Man erfährt, was helfen kann und wie und wo man sich Hilfe suchen soll. Somit hat es durchaus seine Berechtigung im christlichen Umfeld.

Das Buch ist in erster Linie für Betroffene geschrieben, die dadurch erfahren dürfen, dass sie mit ihrer Not nicht alleine sind und dass es aus jeder Dunkelheit einen Ausweg gibt.

Gerth Medien

Gerth Medien i.d. SCM Verlagsgruppe GmbH
Berliner Ring 62
35576 Wetzlar
Deutschland (D)
info@scm-verlagsgruppe.de
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