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Produktinformationen "Das Haus der Zuflucht"

Eine berührende Biografie über Corrie ten Boom.


Als der Zweite Weltkrieg die Niederlande erreicht, steht Corrie ten Boom vor einer Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern wird. Während jüdische Freunde spurlos verschwinden und Angst sich in den Straßen ausbreitet, weigert sie sich, tatenlos zuzusehen. Mutig öffnet sie ihr Haus - und ihr Herz - für die Verfolgten. In einem unscheinbaren Geheimraum hinter ihrem Schlafzimmer findet eine wachsende Zahl jüdischer Flüchtlinge Zuflucht. Nacht für Nacht riskiert Corrie ihre Freiheit und ihr Leben, um sie zu versorgen und zu schützen. Immer wieder entgeht sie nur knapp der Verhaftung … bis zu dem Tag, an dem ihr Mut sie alles kostet. 


Doch selbst in der Finsternis von Gefängnis und Konzentrationslager verliert Corrie nie die Hoffnung. Getragen vom tiefen Vertrauen auf Gottes Nähe wird aus einer mutigen Frau eine unerschütterliche Zeugin des Glaubens. Später reist sie um die ganze Welt, erzählt ihre Geschichte, verkündet Vergebung - und berührt Millionen.

Produktart: Buch
Biografien: Wahre Erlebnisse
Romane: Historische Romane / 2. Weltkrieg - und Nachkriegszeit

3 von 3 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 4.67 von 5 Sternen


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3 Bewertungen

15. Oktober 2026 14:39

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Ein Buch, das unter die Haut geht und einen noch lange nach dem Lesen nicht loslässt

Schon das Cover ist wunderschön gestaltet und stimmt einen direkt auf das Thema des Buches ein. Es passt hervorragend zum Geschehen.

Die Geschichte von Corrie ten Boom kannte ich bereits, bevor ich dieses Buch gelesen habe. Und dennoch bekomme ich immer wieder Gänsehaut, wenn ich ihre Geschichte höre oder lese. So ging es mir auch bei diesem Buch. Es ist keine leichte Kost, wenn man liest, was Corrie und ihre Familie damals erleben mussten.

Zu Beginn findet man ein Personenverzeichnis, in dem die Familie ten Boom, Flüchtlinge und niederländische Widerstandskämpfer aufgeführt werden. Das fand ich richtig gut, denn es hilft dabei, die verschiedenen Personen einzuordnen und den Überblick zu behalten.

Man steigt direkt mit Spannung in die Geschichte ein. Trotz der schweren Thematik lässt sich das Buch sehr gut lesen. Besonders interessant fand ich, dass auch immer wieder Hintergrundinformationen über die damalige Zeit, den Krieg und den „Führer“ einfließen. Dadurch erhält man einen noch besseren Einblick in die damaligen Geschehnisse.

Auch die Bilder zwischendurch haben mir sehr gut gefallen. Sie vermitteln einen zusätzlichen Eindruck von den Ereignissen und ergänzen die Geschichte auf eine schöne Weise.

Die Protagonistinnen finde ich beeindruckend stark. Corrie ist unglaublich mutig, und auch ihre Schwester Betsie bewundere ich sehr. Beide Frauen können uns auch heute noch als Vorbilder dienen.

Ihre Erlebnisse gehen einem wirklich ans Herz. Manchmal kann man sich kaum vorstellen, dass all das tatsächlich Realität war.

Der Titel „Das Haus der Zuflucht“ hat mich ebenfalls zum Nachdenken gebracht. Ich wünsche mir manchmal, dass auch mein Zuhause ein Ort ist, an dem Menschen gerne sind, sich willkommen fühlen und Zuflucht finden können. Gleichzeitig beeindruckt mich die Kraft, die in diesem Wort steckt: Zuflucht zu bieten, wenn andere Menschen Schutz und Hoffnung brauchen.

In diesem Buch begegnen uns wichtige Themen wie Gefangenschaft, Nächstenliebe, Glaube, Vergebung und Mut.

Ein Buch, das unter die Haut geht und einen noch lange nach dem Lesen nicht loslässt.

2. Oktober 2026 07:05

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Eine gelungene Biografie in Romanform

Die Romanbiografie von Larry Loftis schildert das Leben von Corrie ten Boom und ihrer Familie von der Geburt von Corrie bis zu ihrem Tod. Corrie hat noch zwei Schwestern und einen Bruder. Ihr Vater ist Uhrmacher und ein gläubiger Christ, der das Leben von Corrie und ihren Geschwistern mit seinem Vorbild, seinem tiefen Glauben und Vertrauen auf Gott und seiner Liebe zu den Menschen prägt. Corrie und ihre Geschwister verlieren früh ihre Mutter und müssen den Haushalt führen und auch im Uhrmachergeschäft helfen. Doch das tun sie alle gern und in ihrem Haus, dem Beje, herrscht Frieden und Liebe untereinander. Als die Judenverfolgung auch in den Niederlanden immer mehr zunimmt, öffnen sie ihr Haus und verstecken jüdische Männer und Frauen vor dem Zugriff der Nazis. Ihr Haus wird so zu einer Zuflucht für Menschen ganz unterschiedlicher Art und Herkunft. Auch hunderte Babys, die umgebracht oder für medizinische Versuche benutzt werden sollen, können Corrie und ihre Helfer retten. Es geht jahrelang gut, doch Ende Februar 1944 werden sie an die Nazis verraten. Corries Vater stirbt kurz nach seiner Verhaftung. Corrie und ihre Schwester Betsie kommen in ein Konzentrationslager. Sie müssen dort schwerste Arbeiten verrichten und werden misshandelt, gefoltert und geschlagen. Doch auch im Lager bezeugen sie ihren Glauben, halten Gottesdienste ab, beten mit den anderen Frauen und geben ihnen so Hoffnung. Betsie sagt eines Tages zu Corrie: „Dein ganzes Leben war eine Vorbereitung auf die geistliche Arbeit, die du hier im Gefängnis leistest und auf die Arbeit, die du danach tun wirst.“ Sie hat eine Vision von einem Lager, das sie nach dem Krieg nutzen, um Menschen Heimat zu geben und ihnen von Gott zu erzählen.Auch wenn Corrie und Betsie oft verzweifelt sind, gibt ihnen ihr Glaube immer wieder neu Hoffnung. Und auch viele andere Frauen und Mädchen finden dort durch sie zum Glauben. Betsie stirbt an den Folgen einer Krankheit und ihrer körperlichen Schwäche.
Corrie kommt Ende Dezember 1944 aufgrund eines Irrtums frei. Als sie wieder in Freiheit ist, setzt sie nach dem Krieg das um, was Betsie in einer Vision im Konzentrationslager gesehen hat. Gott führt sie so, dass sie ein ehemaliges Konzentrationslager kaufen kann. Dort nimmt sie Menschen auf und gibt ihnen Heimat und hilft ihenn wieder Halt im Leben zu finden. Corrie muss immer wieder ihre Geschichte erzählen. Sie wird sogar nach Amerika eingeladen, um dort Vorträge zu halten. Sie ermutigt Menschen auf der ganzen Welt. Eines Tages begegnet sie nach einem ihrer Vorträge einem SS-Wachmann aus dem Konzentrationslager. Er dankt ihr für ihren Vortrag und erzählt ihr, dass er Christ geworden sei und dass er dankbar sei, dass Gott ihm seine grausamen Taten vergeben habe. Er bittet auch sie um Vergebung. Corrie kämpft mit Bitterkeit, sie kann ihm von sich aus nicht vergeben, obwohl sie weiß, dass sie es sollte. Sie betet und bittet Jesus um Hilfe und als sie die Hand des Mannes ergreift, spürt sie, dass es durch Jesus möglich ist und kann sogar Liebe für diesen Mann empfingen, der ihr und anderen so schreckliche Dinge angetan hat. Bis zu ihrem Lebensende reist Corrie um die Welt um vielen Menschen ihre Geschichte zu erzählen und ihnen Gottes Liebe und seine Vergebung groß zu machen.

Poitives:
Corries Vater und die ganze Familie leben wirklich authentisch ihren Glauben. Viele Bilder der Familie und auch der Personen, denen sie geholfen haben und die im Versteck überlebt haben, machen die Geschichte sehr lebendig.

Fazit: Eine gelungene Biografie in Romanform. Corries Geschichte macht betroffen , aber sie ermutigt auch, am Glauben in allen Lagen festzuhalten, auf Gott zu vertrauen, bei ihm Schutz zu suchen und bereit zu sein, mit Gottes Hilfe auch denen zu vergeben, denen man menschlich gesehen nicht vergeben kann.

Zielgruppe: Empfehlenswert für jeden, der gerne ermutigende und spannende Biografien liest und sich für Geschichte und besonders die Zeit der Judenverfolgung interessiert.

Geistlicher Inhalt:
Am stärksten beeindruckt mich die Vergebungsbereitschaft von Corrie, die Liebe und der Zusammenhalt ihrer Familie und das unerschütterliche Vertrauen in Gott in allen Lebenslagen. Corries Vater liest am Abend der Verhaftung den Psalm 91 vor, als sie im Gefängnis noch zusammen sind. Corrie ist aufgewühlt und untröstlich, aber Betsie erinnert sie daran, dass Gott tatsächlich die beschützt, die auf ihn vertrauen, dass dieser Schutz sich aber auf ihre Seelen bezieht und nicht auf ihr Leben oder ihr körperliches Wohlbefinden. Das war auch eine neue Erkenntnis für mich.

21. September 2026 12:33

Bewertung mit 4 von 5 Sternen

intensiv und lesenswert

Dies ist die eindrückliche Geschichte einer besonderen Frau, die allen Menschen Vergebung lehren könnte. 

Genau deshalb war ich neugierig auf diese Romanbiografie und habe sie zügig durchgelesen. Interessanterweise gab es neben ihrer Geschichte auch noch Abschnitte, in denen Anne Franks und Audrey Hepburns Erlebnisse eingeschoben wurden, um die Geschichte wohl etwas abzurunden.

Mich persönlich hat das allerdings gestört und ich frage mich, warum vor allem Anne Frank in so viele Romane mit eingebunden wird, obwohl es keine Verbindung gibt. Corrie und Betsies Geschichte hat es nämlich definitiv nicht gebraucht.

Nichtsdestotrotz war es angenehm, diesen Roman zu lesen. Er ist detailliert, und reich an Informationen zum politischen Geschehen in den Niederlanden, sowie in Deutschland. Für mich zog es sich dadurch leider auch an manchen Stellen. Zusätzlich gibt es mehrere Fußnoten, die weitere Erklärungen bieten und den Roman ergänzen.

Der Schreibstil ist eher nüchtern, ruhig und doch lebendig und anschaulich. Einzig an Emotionen hätte ich gern noch etwas mehr gehabt. Allerdings stellte sich mir auch die Frage, ob dieses Buch dann noch erträglich gewesen wäre. Die Schwere, die Spannung und die alles beherrschende Angst vor Entdeckung waren auch so schon kaum auszuhalten.

Bereichert wird das Buch durch mehrere Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Corrie, Betsie und ihren Anvertrauten, die man näher kennenlernt. Zum Abschluss des Buches erfährt man auch etwas über den weiteren Werdegang dieser Menschen nach der Entdeckung durch die Gestapo.

Authentisch, intensiv und erschütternd erzählt dieses Buch Corrie und Betsies Leben. Doch es macht sie nicht zu Heiligen, sondern zeigt auch ihre Schwächen. Trotzdem sind beide Frauen zu bewundern und vor allem Betsie gehört mein allergrößter Respekt. Sie steht ein wenig im Schatten ihrer Schwester, doch sie ist eine Heldin.

Der Glaube dieser beiden Frauen hat mich nachhaltig beeindruckt und demütig zurückgelassen.

"Das Haus der Zuflucht" ist ein Buch für jeden, der Glaubenshelden kennenlernen und begleiten möchte, sowie für Menschen, die mehr über den Widerstand in den Niederlanden erfahren möchten.

SCM Hänssler

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