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Das Buch der Mitte

Produktinformationen "Das Buch der Mitte"

Mangalwadi dokumentiert das großartig: Die Gravitationskraft der Bibel inspirierte über Jahrhunderte hinweg immer wieder Menschen und erschuf Kultur. Doch die Reformation mit "Alle in die Schrift" ist lange her, als "Buch der Bücher" wurde d ie Bibel aus der Mitte gedrängt. "Das Buch der Mitte" ist da s seltene Zusammenkommen von lebendiger Erzählung u. nüchter ner Beweisführung, die uns den Schatz der Bibel wieder vor A ugen führen und zerrissene Landkarten wieder zusammensetzen.
Artikelnummer 204004
ISBN/EAN 9783038480044
Verlag Fontis Media GmbH
Erscheinungsdatum 01.10.2014
Autor: Vishal Mangalwadi
Seiten 608
Einbandart Englisch-Broschur
Format H 22,5 cm/B 15,0 cm

3 von 3 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 4.33 von 5 Sternen


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3 Bewertungen

30. Juli 2020 11:38

Bewertung mit 4 von 5 Sternen

empfehlenswert

Die Bibel entwickelte die moderne Welt mit Wissenschaft und Bildung, weil sie uns die Vorstellung vermittelte, die der Schöpfer selbst davon hat. Dies hat dazu geführt, dass die moderne westliche Welt zu einer lesenden und denkenden Gesellschaft wur¬de.“ (S.20) Diese Überzeugung hat Mangalwadi gewonnen, als er seine indische Kultur mit der westlichen verglichen hat. Dabei ist er auf frappierende Phänomene gesto¬ßen: Wenn Menschen der Bibel glauben und nach ihren Kriterien handeln, hat dies für ihre gesamte Umgebung eine über¬aus positive Wirkung. Es können einzelne Menschen eine ganze Kultur prägen und so ist der Westen durch die Bibel geprägt worden. Seine These entfaltet Mangalwadi in 20 Kapiteln, die alle mit vielen Quellenangaben belegt werden. In sieben Teilen ordnet er diese 20 Kapitel an und er¬zeugt so einen Spannungsbogen von der Seele über den Geist zu den Besonderheiten des Westens im Handeln: Ethik und Werte, Mitgefühl und Barmherzigkeit sowie (wah¬re) Freiheit. Dabei übersieht er nicht die negativen Einflüsse und schließt deshalb sein Buch mit einer Zukunftsvision: Der Westen kann nur durch Rückkehr zur Bibel und ihren Werten wirklich Bestand haben. Die Musik bezeichnet er als die „Seele der westlichen Zivilisation“ und zeigt, wie diese in der „westlichen DNA“ verankert wurde: Augustinus, Luther, Bach u.a. haben ihre Erfahrungen mit Gott und ihre Fundierung im Wort Gottes, der Bibel, in Liedern festgehalten und an ihre Mitmenschen – bis heute – weiterge¬geben. Er schließt dieses Kapitel mit der „Amputation der Seele“ (S.48) und macht an dem tragischen Selbstmord von Kurt Cobain deutlich, wohin die Abwendung von biblischen Werten führt. Mangalwadis persönlicher Zugang zur Thematik ist der Zusammenhang von Kultur und Armut (am Beispiel seines Heimatlandes Indien): Christlicher Glaube zeigt sich im Umgang mit den Armen, in der Liebe zur ‚Wahrheit‘ und einem biblisch fundierten Selbstbewusstsein, das durch die Ebenbildlichkeit Gottes geprägt wird. Deshalb ist der Mensch fähig zu spre¬chen und durch die Sprache zur Kreativität befähigt. Und „weil Sprache enthüllt und Zusammenhänge darlegt ... kann ein Team von Ingenieuren und Wissenschaftlern Erkenntnisse so miteinander austauschen, dass sie eine Reise zum Mond planen kön¬nen.“ (S. 86) So kommt er zu der Frage: „Kann es sein, dass wir zu Werturteilen Bibel und Gemeinde2/201677Buchbesprechung
fähig sind, weil dies wesentlich zu unserem Menschsein gehört und weil wir eben keine Tiere sind?“ (S. 89) Dann geht er der Frage nach, wes¬halb der „Westen solch einen gewal-tigen Fortschritt erlebte“ (S. 97) im Gegensatz zu anderen Kulturen. Er macht die Ursache in der unterschiedlichen Sichtweise der Würde des Menschen aus. Nach der Bibel habe jeder Mensch „von Natur aus einen eigenen Wert und eine eigene Würde.“ (S.98) Er folgert dann, dass die „Verknüpfung von Erkenntnis Gottes (Theologie) und Erkenntnis des Menschen (Anthropologie)“ (S. 105) für das Verständnis der modernen westlichen Welt entscheidend ist. Immer wieder kommt Mangalwadi auf die Prägung des Denkens durch die Bibel zurück. Er formuliert: „Der wis¬senschaftliche, technische, militärische und wirtschaftliche Erfolg des Westens ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass er zur denkenden Gesellschaft wurde ... als die Bibel die Gedankenprozesse des Christentums formte.“ (S. 121) Weiter: „Darüber hinaus existieren moralische Tugenden, die für selbstverständlich ge¬halten werden, weil sie zur Kultur und zum religiösen Ethos gehören.“ (S. 138) „Die Christenheit erwies sich als Wegbereiter für neue Ideen in der Technik, weil die Bibel Gott als Schöpfer offenbarte und nicht als Träumer und Tänzer.“ (S. 147) Die ‚Revolution des Jahrtausends‘ sieht Mangalwadi in der Veränderung des Heldentums. Er fragt: „Wie konnte ein be¬siegter Messias Rom besiegen?“ (S. 177). Dieses Kapitel ist ein typisches Beispiel für das Vorgehen Mangalwadis: Er unter¬sucht die Wurzeln, geht bis in die Antike zurück und fragt dann präzise, was zu den beobachtbaren Veränderungen geführt hat. Wie schon bei Vernunft, Mitmenschlichkeit und Technik kommt er zu dem Ergebnis, dass dies durch den Einfluss der Bibel zu¬stande gekommen sei. Er kommt zu dem Ergebnis: „Der gekreuzigte Messias ver¬drängte den klassischen und mittelal¬terlichen Heldenbegriff, und so genießt Selbsthingabe in unserer Zeit höheres Ansehen als Welteroberung oder ritterli¬cher Heldenmut.“ (S. 178) Er zeigt das am Beispiel von Jan Hus, John Wycliff, Martin Luther u.a., die für die Wahrheit bereit waren, ihr Leben einzusetzen. Sie handelten aus der Überzeugung heraus, dass jeder die Bibel in seiner Muttersprache besitzen müsse, damit er sie lesen und dadurch in seinem Denken und Handeln geprägt werden kön¬ne. Diese ‚Ketzer‘ waren der Überzeugung, dass nicht der Kirche, sondern dem le¬bendigen Wort Gottes alleine die letzte Autorität zukomme. Durch die Reformatoren sieht Man¬galwadi auch die ‚intellektuelle Revo¬lution‘ ausgelöst. Indem diese dafür sorg¬ten, dass jeder die Bibel lesen, sich so Wissen aneignen und mit der Bibel auch urteilsfähig werden konnte, wurde durch sie ein Demokratisierungsprozess ange-stoßen. Männer wie Luther waren es, die für eine allgemeine Schulbildung sorgten. Der Wissenserwerb wurde nicht nur ge¬fördert, sondern auch das Forschen und durch die Einrichtung von Universitäten institutionalisiert. Damit einher ging die Wertschätzung der Literatur: „Die Bibel war für Schriftsteller deshalb eine einzig¬artige Autorität, da sie eine Weltsicht und Lebensentwürfe bietet und dabei bean¬sprucht, wahr zu sein. Dieser Anspruch fordert, dass sich unsere Literatur und unsere Kultur mit Gottes geoffenbartem Willen auseinandersetzen und ihm ent¬sprechen müssen.“ (S. 259) Männer wie Francis Bacon oder Galileo Galilei beflügelten die Forschung, weil sie eine Verbindung zwischen den „beiden Büchern Gottes“ (S. 334) sahen: der Bibel und der Natur. Und sie sahen ihren Auftrag darin, beide zu erforschen und die Verbindungen zu sehen – und dem Schöpfer zu danken für jede Erkenntnis. Bei aller Wertschätzung von Wis¬senschaft und Forschung, Sprache und Literatur sieht Mangalwadi das Fortkom¬men des Westens vornehmlich jedoch durch die christlichen Werte verstärkt: das Handeln jedes Christen muss durch die Bibel geprägt sein. So kann man bis heu¬te feststellen, dass die Korruption in den Ländern am geringsten ist, in denen der christliche Glaube und die christlichen Werte vertreten werden. Zu diesen Werten zählt er eben¬falls die Bedeutung der Familie, Mitgefühl und Barmherzigkeit, gesunde Wege zu Reichtum und Freiheit. Er sagt: „Mir selbst war bis dahin nicht in dieser Deutlichkeit bewusst gewesen, wie sehr Moral und Freiheit miteinander verknüpft sind. ... Werte ohne Freiheit bedeutet Sklaverei. Freiheit ohne Werte ist zerstörerisch.“ (S. 380f) „Es ist unmöglich, ein Volk, das die Bibel liest, seelisch oder gesellschaftlich zu versklaven.“ (Horace Greeley, zit. S. 461) Jedem, der noch Zweifel hat an der Bedeutung der Bibel für unser Leben, heu¬te und hier sowie nach dem Tod, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es legt ausführlich dar, wie alle Bereiche unseres Denkens und Handelns – durch die Bibel beeinflusst – zum Nutzen und Segen für ein ganzes Volk werden. Dies gilt nicht nur für die Reformatoren, es hat auch heute dieselbe Konsequenz.

24. Juli 2020 09:14

Bewertung mit 4 von 5 Sternen

ein reichhaltiger Einblick und eine komprimierte Darstellung jahrhundertelanger Entwicklungen

Dominik Klenk, CEO Fontis-Verlag, ist der Ansicht, dass das „Buch der Mitte die prägnanteste Entfaltung der Probleme und Antworten unserer Zeit ist seit Francis Schaeffers „Wie können wir denn leben?“. Doch ist dem so? Der indische Gelehrte, Theologie und Vortragsredner Vishal Mangalwadi zeigt in „Das Buch der Mitte“ auf, wie die westliche Welt durch die Bibel verändert wurde.



Das vorliegende Buch ist mehr, als eine rein philosophische Betrachtung der gegenwärtigen Herausforderungen. Mangalwadi gelingt es eine umfassende Bewertung des Einflusses der Bibel auf die westliche Kultur aufzuzeigen. Es war kein geringeres Buch als die Bibel, „die den Impuls und die Basis für die intellektuellen Bemühungen des Westens lieferte“.



Im Prolog schildert der Autor, dass die Bibel in Indien als ein Buch dargestellt wurde, „als sei sie nur etwas für die Einfältigen“. Bei seinen Forschungen zeigte sich jedoch, dass es die Bibel war, die den prägenden Beitrag für die Entwicklung der modernen Welt leistete. In den 20 Kapiteln blickt Mangalwadi aus philosophischer, theologischer und historischer Perspektive auf den Beitrag der Bibel zur Entwicklung des Westens. „Die Bibel entwickelte die moderne Welt mit Wissenschaft und Bildung, weil sie uns die Vorstellung vermittelte, die der Schöpfer selbst davon hat“.



Die lebendige Erzählung wird mit nüchterner Beweisführung ergänzt und so erhält der Leser überraschende Einsichten, die uns den Schatz der Bibel wieder neu vor Augen führen. In den Ausführungen merkt man dem Autor an, dass sein Herz für die Armen und Schwächen schlägt, weshalb gerade die sozialen Aspekte des Evangeliums besonders hervorgehoben werden. Aber in einer immer stärker individualisierten westlichen Gesellschaft ist dieser neue Blick auf die soziale Komponente der Bibel mehr als notwendig. „Das Erlösungswerk Gottes in der Person Jesu Christi lieferte angesichts des Abgrunds menschlicher Ichbezogenheit, Korruption und Sünde ein historisch nachweisbar funktionierendes Angebot zur Veränderung“.



Mangalwadi legt hier keine Evangeliumsverkündigung vor, obwohl immer wieder das Kreuz erwähnt wird und auch auf die Notwendigkeit der persönlichen Beziehung mit dem Herrn Jesus hingewiesen wird (s. S. 338).



Insgesamt richtet sich das Buch an Interessierte und Fragende sowie philosophisch Denkende. Der klare Schreibstil bietet aber auch jedem anderen, der sich für die Bedeutung der Bibel und ihre Auswirkungen auf die westliche Welt interessiert, einen reichhaltigen Einblick und eine komprimierte Darstellung jahrhundertelanger Entwicklungen. Nicht umsonst meint der kürzlich verstorbene Apologet Ravi Zacharias: „Vishal zeigt auf, welch umfassendes und bedeutsames Rezept die Bibel bereithält, um jenen Völkern Heilung zu bringen, die bislang weder Menschenwürde noch soziale, wirtschaftliche und politische Freiheiten kannten“. Von daher kann das Buch zum Kauf empfohlen werden.

29. Januar 2015 07:40

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Für alle, die gern tiefer fragen!

Obwohl wir im Land der Reformation leben, wissen die meisten Menschen unserer Zeit kaum mehr etwas mit der Bibel anzufangen. Ihre Werte scheinen überholt und durch eigene Maßstäbe ersetzbar. Für den Leser ist es faszinierend, wie der indische Christ und Autor zum Nachdenken anregt, weil er unsere Kultur von außen betrachtet und den Westen aufruft, nicht unsere Mitte zu verlieren. Er scheut nicht die Diskussion mit Gegnern der christlichen Mission in seinem eigenen Land und widerlegt, dass Mission Menschen schadet. Trotz Umfang und Tiefgang leicht verständlich und gut zu lesen.

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