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Ich wähle die Freiheit

Produktinformationen "Ich wähle die Freiheit"

Wenn vom Irak die Rede ist, geht es um Krieg, um Islamismus, Terror und Hass. Es scheint so, als gäbe es dort nur Männer . Die Frauen sind unsichtbar. Frauenrechte gibt es nicht. Fr auen sind nicht etwa Bürger zweiter Klasse - nein, sie sind nicht besser gestellt als Haustiere. Auch Chalat Saeed war e ine dieser unsichtbaren und unterdrückten Frauen. Mit 10 Jah ren nahmen ihre Brüder sie aus der Schule, mit 14 wurde sie mit einem deutlich älteren Mann verheiratet, einem radikalen handelte. Sich von ihm zu trennen war undenkbar, schon weil er dann das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder bekommen h ätte. Doch die ganze Zeit ahnte Chalat, dass es ein anderes Leben geben muss, eines, in dem Frauen frei sind, ihre Träum e zu verwirklichen. Und dass es einem Gott geben muss, in de ssen Namen nicht zu Gewalt gegen Frauen und zum Terror aufge rufen wird.
Artikelnummer 835238
ISBN/EAN 9783863342388
Erscheinungsdatum 01.06.2019
Autor: Chalat Saeed, Martin Redies
Seiten 304
Einbandart geb-Schutzumschlag
Format H 21,5 cm/B 13,5 cm

2 von 2 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen


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2 Bewertungen

29. Juli 2020 10:04

Bewertung mit 4 von 5 Sternen

Viele Situationen kurdischer Frauen werden bewegend dargestellt

Inhalt: Anhand ihrer eigenen Biografie klärt Chalad Saeed über die Unterdrückung muslimischer Frauen auf. Mit 14 J. wird sie an einen radikalen Moslem verkauft, der dem IS angehört. In Deutschland trennt sie sich von ihm, findet zum Glauben und lässt sich taufen.

Kritik: Als Kind hat Chalad "Erscheinungen" von ihrem toten Vater und redet mit ihm. Die "Bekehrung" nimmt nur wenige Seiten ein. Es fehlen Hinweise über Jesu Tod, Auferstehung und Sündenvergebung.

Fazit: Viele Situationen kurdischer Frauen werden bewegend dargestellt. Für alle, die die muslimische Lebens- und Denkweise besser verstehen möchten.

6. November 2019 16:12

Bewertung mit 4 von 5 Sternen

Man kann kaum aufhören zu lesen.

Chaled Saeed möchte anhand ihrer eigenen Lebensgeschichte über die Unterdrückung der muslimischen Frauen aufklären: "Und wenn ich nicht erzähle, was Millionen und Abermillionen von jungen Mädchen und Frauen hinter verschlossenen Türen passiert - wer dann?" (S. 298)

Die Handlung beginnt in Deutschland und führt dann zurück in die Kindheit der Autorin, die mit 10 Jahren die Schule verlassen muss, um im Haushalt zu helfen. Mit 14 wird sie an einen radikalen Muslim verkauft, der sich als Islamist entpuppt und an verschiedenen Anschlägen des IS beteiligt ist, Er sperrt sie ein, mißhandelt und demütigt sie.

Als der IS den Krieg offensichtlich nicht mehr gewinnen kann, gehen sie nach Deutschland, wo sie sich von ihn trennt und scheiden lässt. Sie besucht eine Gemeinde, findet zum Glauben und lässt sich taufen.

Der Erzählstil Chalat Saeeds ist besonders. Kindlich-naiv, blumig, manchmal auch durcheinander, beschreibt sie die Gedanken, Gefühle und Erlebnisse des Kindes Chalat, aufgeklärter und doch gutgläubig ist die Ausdrucksweise der Heranwachsenden und der erwachsenen Frau. Daran muss man sich erst gewöhnen, findet aber ganz schnell hinein und ist dann wirklich in die Welt der Erzählerin eingetaucht. Man kann kaum aufhören zu lesen.

Das Verhalten der muslimische Männer, Kultur und die Familienehre, die Rolle der Frauen, Beschneidung, die Unterdrückung ihrer Persönlichkeiten, die Verachtung, die sie ertragen müssen, das Fehlen jeglicher Rechte wird sehr eindruüclich dargestellt.

Durch den Kontakt ihres Ehemanns zum IS erfährt man auch einiges über deren Radikalität und wie gemäßigte Muslime den IS sehen.

Wie muslimische Frauen sich das Leben in Europa vorstellen, auch die Rechte, die Frauen hier haben, wird anhand einer Utnerhaltung geschildert.

Das Buch ist absolut lesenswert, flüssig geschrieben und informativ. Gewünscht hätte ich mir mehr Glaubensimpulse, welche aber auch nicht das erste Anliegen dieses Buches sind.

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