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Geschichte und Gott - Neuauflage

Produktinformationen "Geschichte und Gott - Neuauflage"

Vieles in unserem Leben wie in der Welt verstehen wir nur, wenn wir die Vorgeschichte dazu kennen. Für Christen kommt jedoch noch eine andere entscheidende Perspek­tive hinzu: Geschichte gibt es, weil sie gewollt ist. Gott hat es gefallen, uns als Wesen in die Veränderlichkeit von Raum und Zeit hinein zu erschaffen. Das ist Kennzeichen der Schöpfung. Mitten in diesem permanenten Wandel, in der Geschichte der Menschen, offenbart sich der unwandelbare Gott als zum Heil handelnder Gott. Er bringt uns Menschen in der Historie mit seiner „Heilsgeschichte“ in Berührung. Der Gott der Bibel ist ein zutiefst geschichtsbezogener und Geschichte machender Gott. Das vorliegende Werk ist der Versuch, über die traditionelle (rein) heilsgeschichtliche Sicht hinaus die bis heute verlaufende Weltgeschichte mit Gottes Plan und seinem Handeln zu verknüpfen und dessen Spuren darin zu erhellen. Ausgehend von biblischen Vorgaben zur Geschichte folgt der Autor einzelnen Linien und Strängen, um Gottes Handeln in der Welt nachzuspüren und von der Vergangenheit her bis in die Zukunft hinein ein Stück weit „sichtbarer“ zu machen. Auch wenn uns historisches Geschehen oft genug nicht bis zu seinem letzten Grund blicken lässt, so kann derjenige, der sich glaubend darauf einlässt, doch größere, von der Bibel der offenbarte Zusammenhänge entdecken und wahrnehmen. Das biblische Zeugnis, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft letztlich in Gottes Hand liegen und ihm nichts davon entgleitet, wird so konkreter und anschaulicher.
Artikelnummer 271534
ISBN/EAN 9783863535346
Verlag Christliche Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum 01.09.2017
Autor: Axel Schwaiger
Seiten 736
Einbandart gebunden
Format H 26,0 cm/B 19,5 cm

3 von 3 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen


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3 Bewertungen

2. Juli 2024 08:46

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

grandios

Unfassbar belesen, sehr plastisch, unbedingt lesen!

17. September 2023 17:04

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Sehr gut

Habe sollten ein so gutes Buch gelesen. Es erfordert viel Zeit zum studieren, da es viele interessante Details und geschichtliche Hintergründe enthält. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen

30. Juli 2020 11:22

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

faszinierendes und gut gegliedertes Geschichtswerk

Im geschichtsträchtigen Jahr 2015, in dem das 25jährige Jubiläum der Wiedervereinigung Deutschlands gefeiert wird, erschien auf dem deutschen Buchmarkt ein bemerkenswertes, historisches Werk mit dem anspruchsvollen Titel: „Geschichte und Gott.“ Damals, zur Zeit der Wende, empfanden viele Menschen in Ost und West den unerwarteten Fall der Berliner Mauer und die darauf folgende Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit als eine gnädige Fügung Gottes – oder zumindest des Schicksals. Andere spotteten über diese religiösen Empfindungen und sahen in den Ereignissen jener Jahre nichts anderes als das Ergebnis wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen. Ein einschneidendes Ereignis und zwei grundverschiedene Deutungen. So stellt sich unausweichlich die Frage: Kann man Gottes Handeln – oder gar sein Wesen – in der Geschichte erkennen? An diese Fragestellung knüpft Axel Schwaiger mit seiner breit angeleg¬ten Darstellung der Weltgeschichte an. Er nennt sie „Eine Deutung aus christlicher Sicht.“ Dies ist ein sehr mutiges Unterfangen, gerade in unserer Zeit, die in der Wissenschaft von einer geschichtstheologischen Abstinenz geprägt ist. Ein theologisches Denken, das den Versuch unternimmt, Gottes Handeln in der Geschichte aufzuzeigen und zu verorten, gerät heute sofort unter Ideologieverdacht. Wer dies versucht, sieht sich schnell dem Vorwurf ausgesetzt, Gott für seine eigenen Interessen zu instrumentalisieren. Umso höher ist es zu schätzen, dass sich ein ausgewiesener Historiker und Politologe (kein Fachtheologe!) der herausfordernden Aufgabe stellt, Gott und die Geschichte zusammen zu denken und darzustellen. Dabei geht es dem Autor nicht darum, einzelne exemplarische Geschichtsphänomene herauszuarbeiten, um an ihnen Gottes Handeln zu verifizieren, sondern um eine ganzheitliche Entfaltung der Weltgeschichte von den Anfängen der Menschheit bis zu ihrem prophezeiten Ende. Schwaiger unternimmt in seiner Darstellung nicht den Versuch, einen Theorierahmen für eine Entwicklungsgeschichte zu entwerfen, in der die Menschheit durch die in ihr wirkende göttliche Vernunft schließlich zu ihrem höheren Ziel in Freiheit und Harmonie gelangt. Um es deutlicher zu sagen: Er zieht die Weltgeschichte nicht über den Leisten einer, wie immer gearteten, christlich-¬religiösen Idee. Seine Ausgangsposition „ist das Bekenntnis zum biblischen Gott, der sich selbst als Geschichte machender Gott defi¬niert und offenbart hat.“ (S. 11) Methodisch folgt er dem scholastischen Ansatz des Anselm von Canterbury: „Credo ut intelligam – ich glaube, damit ich verstehe.“ Und er präzisiert: „Es wird (glaubend) davon ausgegangen, dass der biblische Text mit seinen Darstellungen, seinen Genealogien und seinen vielen Jahres¬ und Zeitangaben die Geschehnisse tatsächlich so erzählt, wie sie wirklich waren.“ (S. 12) Das Gottesbild, das seiner Darstellung zu Grunde liegt, ist keine metaphysische Spekulation, sondern es ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Vater Jesu Christi. Mit diesem spezifischen Ansatz macht Schwaiger deutlich, dass es ihm nicht darum geht, den vielen philosophischen und kulturprotestantischen Geschichtsentwürfen eine neue Variante hinzuzufügen. Es geht um keine neue Universalhistorie im Sinne Schillers oder Burckhardts. Sein offenbarungsbegründeter Glaubensansatz (S. 707) bewahrt ihn davor, sich bei der Beschreibung von Gottes Handeln in der Geschichte im Unpräzisen oder Spekulativen zu verlieren. Stattdessen macht er Zusammenhänge deutlich, die in der profanen und wissenschaftlichen Geschichtsschreibung fehlen: So zum Beispiel der Zusammenhang zwischen dem Purimfest und den Nürnberger Prozessen (S. 581f). Die Geschichte Israels wird in seinem Werk von ihren Anfängen bis zu den heutigen weltpolitischen Zusammenhängen präzis und klar dargestellt. Das Ineinander von Weltgeschichte und Heilsgeschichte wird darin überzeugend sichtbar. Von seinem schriftgebundenen Glaubensansatz her kann Schwaigers Darstellung der Menschheitsgeschichte logischerweise nicht im Jahr 2015 enden. Daher weitet er seine historische Perspektive auf die prophezeiten Ereignisse bis zur Wiederkunft Christi aus. „Die Welthistorie, so wie wir sie kennen, endet an einem bestimmten Tag mit dem Einbruch (d. h. Offenbarwerden) des Reiches Gottes in der Welt (vor aller Augen). Dies geschieht durch die Wiederkunft Christi. Dieser Parusie gehen bestimmte, in der Schrift vorhergesagte Entwicklungen und Geschehnisse voraus.“ (S. 679) Diese Sichtweise mag für die meisten Historiker befremdlich sein, da es bei der Historiographie nur um bisher Geschehenes geht. Weil Schwaiger aber den biblisch offenbarten Gott in seinem Handeln ernst nimmt, ist die Darstellung der Vollendung der Weltgeschichte nicht spekulativ, sondern sachgemäß. Schwaigers Buch ist ein faszinierendes und gut gegliedertes Geschichtswerk, das eine ungeheure Fülle von Material anschaulich verarbeitet, ohne den Leser zu überfordern. Es eröffnet neue Perspektiven und stellt bekannte historische Ereignisse in neue Zusammenhänge, die spannende Fragestellungen herausfordern. Es ist jedem historisch interessierten Leser zu empfehlen und eignet sich in besonderer Weise als Lehrbuch und Quellentext für Lehrkräfte, die ihren Schülerinnen und Schülern im Geschichtsunterricht mehr beibringen wollen als nur historische Abläufe und ihre menschlichen Deutungsversuche. So gesehen ist Axel Schwaigers Werk das richtige Buch zur richtigen Zeit. Ein besonderer Dank gilt den Herausgebern für ihren verlegerischen Mut.

Christliche Verlagsgesellschaft

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